Der Chinese liebt Vietnam

(VOVWORLD) - „Mein Familienname ist Nguyen und ich bin ein Vietnamese. Jedesmal wenn ich Vietnam besuche, denke ich, dass ich in meine Heimat zurückkehre.“ Das sagt der Direktor des Erinnerungshauses der vietnamesischen Schulen im chinesischen Guilin, Nguyen Trung Nguyen, bei der Erzählung von der Reise zur Sammlung von Gegenständen, die er im Erinnerungshaus ausstellen wird. 
Der Chinese liebt Vietnam - ảnh 1Der Direktor des Erinnerungshauses der vietnamesischen Schulen im chinesischen Guilin, Nguyen Trung Nguyen.

Nguyen Trung Nguyen ist seit mehr als sieben Jahren Direktor des Erinnerungshauses der vietnamesischen Schulen in der südchinesischen Stadt Guilin. Er sammelt seit mehr als zehn Jahren Gegenstände und Bilder über das unvergessliche Studium der vietnamesischen Studenten in Guilin in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts. Nguyen Trung Nguyen weiß nicht, wie oft er Vietnam besucht hat. Wo es solche Gegenstände gibt, wird er dorthin fahren. Er habe zahlreiche Orte wie Schulen, Bibliotheken oder Museen besucht, sagt Nguyen Trung Nguyen:

„Die Vietnamesen sind sehr gastfreundlich. Sie haben mich sehr enthusiatisch empfangen. Als ich gesagt habe, dass ich den Familiennamen „Nguyen“ habe, haben sie erwidert, dass ich ein Vietnamese sei. Seitdem gibt es bei den Gesprächen keinen Abstand mehr. Ich persönlich finde, dass ich ein richtiger Vietnamese bin. Vor jeder Reise nach Vietnam habe ich das Gefühl, dass ich bald meine Heimat sehen kann.“

Vor der Einweihung des Erinnerungshauses, die zum 60. Jubiläum der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Vietnam und China stattgefunden hat, hat Nguyen bereits viele wertvolle Gegenstände gesammelt. Nguyen kann die Geschichte hinter jedem Gegenstand genau erfassen, über das Essen, das Studium und die Arbeit der Studenten. Er kann sich genau daran erinnern, wie er einen Mann gefunden hat, der eine Tasse besitzt, die eng mit den vietnamesischen Studenten in Guilin in den 50er und 60er Jahren verbunden ist. Er wollte diesen Mann darum bitten, ihm die Tasse zu geben, damit er sie im Erinnerungshaus ausstellen könne. Aber als er gesehen hat, wie dieser Mann die Tasse in Ehren gehalten habe, hat Nguyen es nicht mehr erwähnt. Er habe aber diese Tasse fotografiert, so Nguyen Trung Nguyen:

„Es gibt viele solche Erlebnisse, die ich aber nicht als Misserfolg, sondern als unvergessliche Erinnerung betrachte. Denn ich weiß, wie wertvoll diese Gegenstände für ihre Besitzer sind. Sie gelten als Erinnerungen an eine schwierige Zeit im Leben jedes Menschen.“

Bevor Nguyen den Posten als Direktor des Erinnerungshauses übernommen hat, hat er für viele Jahre in der Universität von Guangxi gearbeitet und sich dort mit vielen Generationen der vietnamesischen Studenten getroffen. Er hat gute Erinnerungen über die Vietnamesen. Nach der zehnjährigen Reise zwischen Vietnam und China sei Nguyen Trung Nguyen von der Entwicklung in Vietnam beeindruckt:

„Im Vergleich zu den Jahren, in denen ich zum ersten Mal Vietnam besucht habe, hat sich Vietnam stark verändert. Der Verkehr und die Straßen sind viel ordentlicher. Ich bin besonders über die Teilnahme der Vietnamesen am Verkehr beeindruckt. Einmal bin ich in aller Eile mit einem anderen Menschen auf der Straße zusammengestoßen, der mir anschließend dabei geholfen hat, mein Moped aufzustellen. Er hat sich sehr höflich benommen.“

Bislang hat Nguyen Trung Nguyen und seine Kollegen etwa 1000 Gegenstände und Bilder über die vietnamesischen Schulen in Guilin gesammelt. Sie stellen die guten Erinnerungen und Traditionen über die freundschaftlichen Beziehungen zwischen China und Vietnam dar. 

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