Die zweite Mutter der vietnamesischen Studenten in China

(VOVWORLD) - In der Universität für Pädagogik Guangxi im chinesischen Guilin gibt es viele Generationen von vietnamesischen Studenten. Ngo Tue Quan ist Dozentin an dieser Universität, die von vielen vietnamesischen Studenten als die zweite Mutter betrachtet wird. 
Die zweite Mutter der vietnamesischen Studenten in China - ảnh 1Ngo Tue Quan bei der Vorstellung über die Beziehungen zwischen Vietnam und China. (Foto: Thanh Huong) 

Ngo Tue Quan ist im Jahr 1973 in der südvietnamesischen Provinz Binh Duong geboren. Im Jahr 1996 hat sie die Universität für Pädagogik in Ho Chi Minh Stadt absolviert. Danach lehrte sie bei der Sektion für Fremdsprachen der Universität für Fremdsprachen und Informationstechnologie in Ho Chi Minh Stadt. Zwei Jahre später ist sie mit ihrem Mann in die chinesische Provinz Guangxi umgezogen und hat bei der Universität für Pädagogik Guangxi in der chinesischen Stadt Guilin gearbeitet. Derzeit ist sie als vietnamesische Assistentin der Abteilung für internationale Zusammenarbeit und Dozentin der Universität für Pädagogik Guangxi beschäftigt.

Es ist nicht selbstverständlich, dass fast alle vietnamesischen Studenten dieser Universität sie freundlich als „Mutter Quan“ bezeichnen. Für die Studenten ist das Leben und Studium weit weg von der Heimat und von der Familie hart und schwierig. Dies versteht Ngo Tue Quan und will damit den Studenten helfen, gleich nachdem sie in China angekommen sind. Die Studentin Huynh Thi Ngoc Luu verbindet eine besondere Liebe zu „Mutter Quan“:

„Quan ist sehr freundlich mit uns allen. Weil Quan eine Vietnamesin ist, kümmert sie sich besonders um vietnamesische Studenten. Ich erinnere mich, als ich zum ersten Mal in Guilin angekommen bin, hat Quan mich am Flughafen abgeholt. Meine Freunde aus anderen Ländern bekamen diesen Service nicht. Ich fühle mich glücklich, dass wir eine vietnamesische Dozentin hier haben.“

Quan kümmert sich um die Studenten mit all den Kleinigkeiten, wie eine Mutter sich um ihre Kinder kümmert, von der Unterkunft im Internat bis hinzu dem Studium und der Eingliederung in die Gesellschaft des Gastlandes. Ihrer Liebe hat das Heimweh der vietnamesischen Studenten in China zum Teil vermindert. Wenn Quan das Klassenzimmer betritt, will sie zuerst sehen, wer im Unterricht abwesend ist und die Gründe der Abwesendheit erkunden. Dazu sagt Quan:

„Ich mag meine Arbeit sehr. Neben dem Lehren treffe ich mich mit meinen Studenten regelmäßig, um etwas über die Lage ihres Lebens, ihre Freude und ihre Schwierigkeiten zu erfahren. Ich betrachte sie wie Angehörige einer Familie und will ihnen im Leben helfen.“

Neben der Unterstützungen für die Studenten ist Ngo Tue Quan außerdem selbstbewusst, den internationalen Freunden die vietnamesische Kultur vorzustellen. Bei der Universität für Pädagogik Guangxi hat sie außerdem die Aufgabe, den Besuchern über das Erinnerungshaus der vietnamesischen Schulen in Guangxi zu präsentieren. Dadurch könne man mehr über die historischen Phasen und die traditionelle Freundschaft zwischen Vietnam und China verstehen, so Quan weiter:

„Das Erinnerungshaus der vietnamesischen Schulen ist eine Adresse, bei der die vietnamesischen und chinesischen Studenten die traditionelle Freundschaft beider Länder kennenlernen können. Hier können sie außerdem mehr über die vietnamesische Kultur erfahren. Ich hoffe, dass diese Studenten die Beziehungen beider Länder und die gute Tradition der Vorfahren weiter fördern werden.“

Mit ihren Bemühungen hat Tue Quan im vergangenen Jahr eine Urkunde vom vietnamesischen Konsulat im chinesischen Nanning bekommen, die ihre Erfolge bei der Mobilisierung der Gemeinschaft zum Aufbau des Landes anerkennt.

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