Filme junger Vietnamesen in Tschechien heben Abstammungswerte hervor

(VOVworld) – Nach dem Erfolg ihres ersten Films „Stamm verloren“ hat sich eine Gruppe junger Vietnamesen in Tschechien entschieden, eine weitere Reihe von Kurzfilmen über das Thema „Familie“ zu drehen. Damit wünschen sie sich, dass junge Vietnamesen in Tschechien die Werte der Abstammung hervorheben.

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Szene im Film.


Der Inhalt des Filmes handelt von Meinungsverschiedenheiten in der Lebensweise und der Lösung von Problemen von zwei Generationen einer vietnamesischen Familie in Tschechien. Zwei Söhne eines Drogerie-Besitzers leben seit ihrer Kindheit in der europäischen Kultur. Diese Kultur ist in ihrer Ideologie verankert und 20 Jahre danach sind Meinungsverschiedenheiten zwischen ihnen und ihrem Vater entstanden. Duong Van Hai, der Vater der beiden Hauptfiguren, erzählt, dass das schwierige Leben der Vietnamesen in Tschechien vor zwei Jahrzehnten es ihnen nicht erlaubt habe, ihre Kinder wie heute zu pflegen. Trotz Bemühungen sei es schwierig, die traditionelle vietnamesische Kultur in der Familie aufrechtzuerhalten. Meinungsverschiedenheiten im Leben seien unvermeidbar.

„Die vietnamesische Kultur in der Familie kann bei Erwachsenen nicht verloren gehen, aber sie ist bei Kindern schwierig zu halten. Die Aufrechterhaltung der vietnamesischen Kultur muss zuerst in der Familie und dann in der Gemeinschaft umgesetzt werden. Die Kinder sind hier geboren und hier zur Schule gegangen, deshalb kann nur wenig vietnamesische Kultur beibehalten werden.“

Der Konflikt in der Familie wächst. Der Vater will das vietnamesische Familienleben halten, indem alle Familiemitglieder zu Mahlzeiten zusammenkommen und Vietnamesisch sprechen sollen. Er wünscht sich, dass seine Söhne sich auf das Geschäft konzentrieren. Währenddessen beide Söhne dies nicht wollen, um nicht zu sehr vom Familienleben abhängig zu sein. Sie bevorzugen Freizeitaktivitäten mit ihren Freunden draußen und das moderne Leben.

Nachdem der Vater erfolglos bei der Beratung seiner Söhne war, entschied er sich, sie für eine gewisse Zeit in die Heimat zu schicken, damit sie das Leben in Vietnam erleben können. Die ersten Tage der beiden Jungen in Vietnam sind schwierig. Alles im Alltagsleben ist für sie fremd und sie fühlen sich langweilig und müde. Sie müssen früh aufstehen und im Garten arbeiten. Sie müssen sich auch am Vietnamesisch-Unterricht beteiligen, um sich mit anderen unterhalten zu können. Tag für Tag finden sie es interessanter in der vietnamesischen Kultur und lernen etwas über die traditionellen Werte der Familie und der Abstammung. Duong Viet Duc, Regisseur und einer der zwei Hauptfiguren des Filmes, sagte, mit der Rückkehr in die Heimat könne er die Frage beantworten, warum er und sein Vater immer Meinungsverschiedenheiten gehabt hätten. Er beachtet zusehends die Gefühle seines Vaters gegenüber ihm.

Bereits seit der Vorstellung 2014 wurde der erste Kurzfilm junger Vietnamesen von der vietnamesischen Gemeinschaft und auch von Tschechen unterstützt. Der Film wurde für Kurzfilmfestivals in den USA, Tschechien, Slowakei, Kroatien und Luxemburg ausgewählt. Der Film wird sehr gelobt, weil er das Leben der zwei Generationen der Vietnamesen in einer Familie sehr wahr widerspiegelt. Der Film schickt auch eine Botschaft an junge Vietnamesen, egal wo sie in dieser Welt leben, dürfen sie ihre Abstammung nicht vergessen.

Der zweite Teil des Filmes wird derzeit gedreht. Voraussichtlich wird er Anfang 2017 fertiggestellt und ein paar Monate danach dem Publikum vorgestellt.

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