US-Veteran des Vietnamkrieges gibt kostenlosen Unterricht in Englisch

(VOVworld) – Der US-Veteran Paul George Harding ist nach Vietnam zurückgekehrt. Er will für das, was er und die US-Armee Vietnam und den Vietnamesen angetan haben, etwas gutmachen. Er gibt den Menschen in Hanoi kostenlosen Unterricht in Englisch. hat den Veteran getroffen. 

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US-Veteran Paul George Harding erzählt Geschichte in seinem Unterricht. (Foto: Thanh Huyen)

 
Paul George Harding gibt regelmäßig achtmal in der Woche in der Gemeinde Trung Hoa in Hanoi, kostenlosen Unterricht in Englisch. Lehrer und Schüler sind im Unterricht sehr engagiert. Sie sind  unterschiedlichen Alters, von der Grundschule bis hinzu Senioren. Der wohl älteste Schüler in der Klasse, Ta Quang Tiep, sagt:

“Der Lehrer unterrichtet uns sehr leidenschaftlich und er liebt uns. Er ist ein guter Pädagoge. Er ist sehr fleißig. Trotz extrem hoher Temperatur unterrichtet er uns. Er war nie böse zu uns.“

Paul George Harding achtet sehr auf die Phonethik seiner vietnamesischen Schüler. Er arbeitet mit einem Mikrophon, lässt den Schüler sprechen dann korrigiert er. Harding sagt zu seinen Schüler, dass sie im Unterricht noch aktiver werden sollten. Es gäbe keinen Abstand zwischen Lehrer und Schülern, sagt die Studentin Ha Thi Hao von der Bank-Akademie.

„Ich achtete früher fast nur auf Grammatik. Beim Sprechen bin ich nicht so gut. Nach zwei Monaten beim Lehrer Harding ist mein Englisch schon viel besser geworden, vor allem die Phonethik. Ich denke, ich werde noch besser, wenn ich hier noch weiter Englisch lerne.“

Nguyen Mai Le ist Studentin von der Nationaluniversität Hanoi. Sie ist Hardings Assistentin. Sie sagt, der Lehrer achtet auf den Dialog.

„Der Lehrer unterrichtet gern über vietnamesische Geschichte in Englisch. Denn die Kursteilnehmer interessieren sich auch sehr für die Geschichte des Landes. Bei Klausuren und Prüfungen fragt er gern nach der Geschichte Vietnams. Beispielsweise über den Dien Bien Phu Sieg am 7. Mai.“

Von 1960 bis 1970 kämpfte Harding in Südvietnam gegen die vietnamesische Armee. Die Kriegszenen kamen ihm immer wieder in den Sinn. Deshalb entschied er sich, nach Vietnam zurückzukehren, da er erkennt hatte, dass die Vietnamesen ihm nicht böse seien. Die Vietnamesen seien für ihn großzügig und barmherzig. Durch due Medien weiß er, dass viele Vietnamesen Englisch lernen möchten. Da kam er auf die Idee, den Vietnamesen Englisch kostenlos beizubringen. Der erste Unterricht war in einem Cafe in Hanoi. Da kamen nicht viele Teilnehmer zum Unterricht. Harding bekommt auch Unterstützung des Volkskomitees der Gemeinde Trung Hoa. Im Versammlungsraum der Wohngemeinschaft Nummer 9 darf der US-Amerikaner unterrichten. Derzeit sind etwa 400 Kursteilnehmer bei ihm, sagt Harding.

„Ich bin beeindruckt von dem Lerneifer der Vietnamesen. Viele Vietnamesen wollen Englisch lernen oder ihre englischen Kenntnisse verbessern. Auf den Straßen kommen sie sogar zu mir und bitten mich um Englischunterricht. Es gibt derzeit nur ein Zimmer für den Unterricht. Das reicht  nicht.“

Seitdem Harding den Vietnamesen Englisch beibringt, kann er zum Teil den Vietnamkrieg vergessen. Er möchte auch weiterhin Englischunterricht in Vietnam geben.

 

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