Pham Huy stellt Roboterarme für Behinderte her

(VOVWORLD) - Mit dem Wunsch, Roboterarme für Menschen ohne Arme zu entwickeln, war der Elftklässler Pham Huy der Oberschule der Kleinstadt Quang Tri in der zentralvietnamesischen Provinz Quang Tri erfolgreich bei der Entwicklung eines Roboterarms für Behinderte. 
Pham Huy stellt Roboterarme für Behinderte her - ảnh 1 Pham Huy bei der Auszeichnung des 3. Preises in der Intel International Science and Engineering Fair 2017 (Intel ISEF) in den USA.

 

Mit seiner Forschung belegte Huy den dritten Platz bei der Intel International Science and Engineering Fair 2017 (Intel ISEF) in den USA.

Pham Huy ist in der Provinz Quang Tri, welche während des Krieges verstärkt bombardiert und vermint wurde, geboren und aufgewachsen. Viele Minen und Bomben existieren noch heute als Blindgänger. Aufgrund dieser Gefahren im Gelände haben sich zahlreiche Minen- und Verkehrsunfälle ereignet. Als Huy ein Kind war, interessierte er sich dafür, Roboterarme für behinderte Menschen zu schaffen, damit sie selbstständiger leben können. Als Huy in der 8. Klasse war, sah er zufällig im Fernsehen ein Wissenschaftsprogramm über die Herstellung eines Roboterarmes für Menschen ohne Arme in den USA. Ein Roboterarm ist sehr teuer, aber viele Menschen haben aufgrund dieser Behinderung ein schwieriges Leben. Seitdem wünschte sich Huy, einen kostengünstigen Roboterarm für Menschen ohne Arme zu entwickeln. Huy sagt:

„Arme sind unentbehrliche Hilfsmittel für Menschen. Auf dem Markt gibt es verschiedene Arten von Roboterarmen. Zum Beispiel kann ein Roboterarm durch mechanische Wellen oder Gehirnströme gesteuert werden. Diese sind nur für Menschen geeignet, die einen Arm oder einen Teil des Arms verloren haben. Sie sind ebenfalls sehr teuer. Deswegen wollte ich einen kostengünstigen Roboterarm für Menschen ohne Arme herstellen.“
Zwei Jahre später fertigte Huy das Modell eines Roboterarms an. Damit dieser Roboterarm funktionieren kann, wurde er bei Behinderten getestet. So konnten Fehler dieses Produkts gesammelt und schrittweise korrigiert werden. Mit den Füßen werden die Finger des Roboterarms gesteuert. Der von Huy entwickelte Roboterarm kann ein Wasserglass, einen Löffel aus Aluminium oder Gegenstände mit einem Gewicht von bis zu elf Kilogramm tragen. Die Kosten für die Herstellung dieses Roboterarmes liegen bei rund 115 Euro. Dazu der junge Forscher Pham Huy:

„Obwohl die Technologie meines Roboterarms einfach ist, kann es die Schwächen einiger Arten von Roboterarmen auf dem Markt beseitigen. Zum Beispiel kann er Menschen dienen, die beide Arme verloren haben. Er ist zudem günstiger als andere Roboterarme. Beide Füße können gleichzeitig die beiden Hände der Roboterarme unabhängig voneinander steuern. Künftig werde ich die Technologie meines Roboterarms verbessern und ihn verkleinern. Dann kann er in Produktion gehen.“
Aufgrund seiner humanitären Bedeutung und kostengünstigen Herstellung wurde das Werk „Roboterarm dient Behinderten“ des vietnamesischen Schülers von der Intel ISEF-Jury, dem größten voruniversitären Forschungswettbewerb der Welt, sehr geschätzt und mit dem dritten Preis ausgezeichnet.

Der Sekretär der Parteileitung der Provinz Quang Tri, Nguyen Van Hung, bewundert den ausgezeichneten Schüler:
„Der Erfolg des Schülers Huy und seiner Oberschule ist von großer Bedeutung. Die Wissenschaft stammt vom Menschen und dient dem Menschen. Das ist der humanitäre Wert dieser Forschung. Dieser Erfolg ist ein wichtiger Schritt für die Kampagne zur Wissenschaftsforschung.“

Der Erfolg von Huy hat nicht nur den Stolz für seine Heimat Quang Tri gebracht. Er bringt auch den Menschen ohne Arme neue Hoffnung auf günstige und geeignete Roboterarme. Huy drückte seine Hoffnung aus, dass sich seine Leidenschaft für die Wissenschaftsforschung auch auf andere Schüler überträgt.

 

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