Die Spannungen im Handelsstreit zwischen den USA und China

(VOVWORLD) - Der Handelsstreit zwischen den USA und China ist eskaliert. Am 8. August hat das chinesische Handelsministerium angekündigt, ab dem 23. August weitere Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Waren aus den USA im Wert von rund 16 Milliarden US-Dollar zu erheben. Nur ein Tag nachdem die USA ähnliche Ankündigung für die chinesischen Waren gegeben haben, traf China diese Entscheidung. Diese Reaktionen von Washington und Peking zeigen, dass beide Großmächte den eskalierenden Handelskrieg nicht verhindern wollen. 

Die betroffenen Waren aus den USA diesmal sind unter anderem Kohle, Diesel, Stahlprodukte und Holzprodukte. Laut dem chinesischen Handelsministerium ist es die notwendige Verteidigung, um das Interesse Chinas und das multilaterale Handelssystem zu schützen. Die USA haben neue Zölle auf  Elektronik, Plastik und Chemikalien aus China erhoben. Auch Ersatzteile für die Eisenbahn, die im Industrieplan bis 2025 zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit Chinas wichtig sind, sind von den Zöllen betroffen.

Gegenmaßnahmen

Seitdem die US-Zölle in Höhe von 25 Prozent gegen chinesische Waren im Wert von rund 34 Milliarden US-Dollar in Kraft getreten sind, werden weitere andauernde Gegenmaßnahmen zwischen beiden Großmächten gegeben. Die USA haben immer zuerst den Zolltarif gegen die Waren aus China festgelegt. China hat prompt mit ähnlichen Zöllen reagiert. Die Liste der bestraften Waren aus China von den USA ist sehr deutlich. Die USA begründeten, dass China eine Politik mit einem Handelsungleichgewicht führt und das Urheberrecht für Technologie der US-Konzerne verletzt. US-Präsident Donald Trump hat außerdem versprochen, das Handelsbilanzdefizit zu Peking zu senken. Gerade haben die USA neue Zölle gegen die Waren aus China im Wert von 16 Milliarden US-Dollar verhängt, die auch ab 23. August in Kraft treten sollen. Das ist nur eine Warnung für Peking. Um Peking zurück an den Verhandlungstisch zu zwingen, muss die Regierung von Trump stärkeren Druck ausüben. Es kann sein, dass die USA die Zölle von 25 Prozent auf die Waren aus China im Wert von 200 Milliarden US-Dollar ausweiten. Wenn dies geschieht, wäre es ein großer Schock nicht nur für die USA und China, sondern auch für die ganze Welt.

Neben den Strafzöllen hat sich die US-Kommission für ausländische Investitionen massiv in die Investitionen eingemischt. Im vergangenen Jahr wurden 25 Prozent der Investitionsprojekte aus China von dieser Kommission abgelehnt. Die Regierung von Trump will die chinesischen Investitionen in Technologien in den USA verhindern. 

Der Krieg wegen der Konkurrenz 

Die Spannung im Handel zwischen den USA und China ist nicht einfach ein Streit. Sie ist wirklich ein Handelskrieg wegen der Konkurrenz und der nationalen Fähigkeit in den kommenden Jahren. Der Grund kann die Industrie mit Hochtechnologie Chinas sein, vor allem die Industrie in „Made in China 2025 Initiative“. Es ist eine nationale Strategie, um zehn wichtige Bereiche wie 5G-Mobilfunknetz, Cyber-Sicherheit, Robot und Raumfahrtindustrie zu fördern. Mit dieser nationalen Strategie ist China eine Gefahr für die USA im Bereich, in dem Washington bislang ein Vorreiter, bezeichnet worden. Die Wirtschaft in China wird heute vom Markt reguliert. Nach Ansicht der USA gibt es allerdings noch zahlreiche wichtige Bestandteile der zentral-geleiteten Planwirtschaft, die bis heute in China aufrechterhalten werden. Und diese werden den Gegner Chinas Nachteile bringen. Der Austausch der Waren und Dienstleistungen zwischen den USA und China liegt bei etwa 650 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Er gehört zu wenigen großen Handelsvolumen in der Welt. Das Handelsbilanzdefizit von 375 Milliarden US-Dollar auf 100 Milliarden US-Dollar pro Jahr zu senken, ist unrealisierbar. Deshalb ist der Handelsstreit nach Meinungen der Experten eine Gelegenheit für die USA, sich auf einen anderen Konkurrenzkampf in der Zukunft vorzubereiten.

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