Indien verstärkt seine multilaterale Außenpolitik

(VOVworld) – Der indische Präsident Pranab Mukherjee führt derzeit seine Dienstreise in die drei westasiatischen Länder Jordanien, Palästina und Israel durch. Diese Besuche helfen Indien dabei, die Beziehungen zu diesen Ländern in vielen Bereichen zu intensivieren sowie das Ansehen in der Region zu erhöhen.

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Der indische Präsident Pranab Mukherjee. (Foto: indiatvnews.com/ vietnamplus.vn)


Das ist das erste Mal, dass der indische Präsident diese drei Länder besucht. Nach zahlreichen Außenaktivitäten Indiens in Asien seit Anfang des Jahres zeigen die Besuche die multilaterale Außenpolitik Indiens. Ziel der Besuche des indischen Präsidenten Mukherjee ist es, die Beziehungen zu diesen drei Ländern und die Kooperation im Antiterrorkampf zu vertiefen. Es zeigt außerdem die Vermittlerrolle Indiens zwischen Palästina und Israel.

Die Beziehungen in allen Bereichen vertiefen

Diese drei westasiatischen Länder haben eine große Nachfrage nach importierten Waren. Die Industrie zur Herstellung der Konsumgüter in diesen drei Ländern entwickelt sich nicht so gut. Ihr Konsum hängt deshalb sehr vom Import ab. Das Einkommen der Bürger ist gestiegen, wodurch ihr Verbrauch ebenfalls zugenommen hat. Die Importzölle der alternativen Konsumgüter in dieser Region sind relativ niedrig. Die Chancen für Indien, seinen Export auf diese Märkte auszuweiten, sind daher groß.

In Jordanien, der ersten Station während seiner fünftägigen Dienstreise, hat der indische Präsident Mukherjee ein Gespräch mit König Abdullah II geführt. Beide Politiker diskutierten zahlreiche Fragen, um die gemeinsamen Beziehungen sowie den Handel zu verstärken. Indien hat Jordanien einen Kredit von 100 Millionen US-Dollar zugesagt. Beide Seiten unterzeichneten einige Vereinbarungen, um die Zusammenarbeit zu intensivieren.

Während seines Besuchs in Palästina vom 12. bis zum 13. Oktober führte der indische Präsident Mukherjee Gespräche mit seinem palästinensischen Amtskollegen Mahmoud Abbas und Premierminister Rami Hamdallah. Bei den Treffen betonte der indische Staatschef, Indien unterstütze Palästina dabei seinen eigenen Staat aufzubauen. Indien wünsche sich, dass Palästina friedlich neben Israel, entsprechend dem Fahrplan des Nahost-Quartetts und den Beschlüssen des UN-Sicherheitsrates, existieren könnte.

Das Verteidigungspotenzial stärken

In Israel, der letzten Station seiner Dienstreise wird Mukherjee die Spitzenpolitiker des Gastgeberlandes treffen, um über die Beziehungen in allen Bereichen, vor allem in der Verteidigung zu diskutieren. Bis heute pflegen Indien und Israel eine enge Kooperation im Bereich des Militärs. Einige Analysen bezeichnen die Allianz zwischen Indien und Israel als neue Achse des Antiterrorkampfs. Indien ist derzeit der größte asiatische Wirtschaftspartner Israels und ebenfalls der große Kunde, der Waffen aus Israel bezieht. Beide Staaten wollen, die Beziehungen in der Landesverteidigung intensiver zu stärken, darunter die Durchführung gemeinsamer Manöver. Im Vorfeld seines Besuchs in Israel hat Indien bestätigt, dass sich die Elitetruppen der Armee an dem ersten Manöver mit der israelischen Armee beteiligen werden. Im vergangenen Monat hat die indische Regierung den Plan verabschiedet, unbemannte Flieger vom Typ Heron TP von Israel zu kaufen. Diese Kampfdrohne wird mit Waffen ausgerüstet, um Ziele auf dem Boden attackieren zu können. Die Drohnen helfen der indischen Armee dabei, die Angriffe an der Grenze kontrollieren zu können. Die Ausrüstung der unbemannten Flieger verstärkt die Kampfkraft der indischen Luftwaffe. Dieser Vertrag im Wert von 400 Millionen US-Dollar wird voraussichtlich während des Besuchs des indischen Präsidenten Mukherjee in Israel unterzeichnet. Die Kampfdrohnen werden Ende 2016 nach Indien geliefert.

Die Besuche von Mukherjee in den drei westasiatischen Ländern fanden statt, während Indien seine Reform sowie die diplomatischen Beziehungen fortsetzt. Dies hilft dabei, das Ansehen Indiens in der Region und in der Welt zu verbessern. Die Ausweitung der Zusammenarbeit mit den westasiatischen Ländern zeigt die Entschlossenheit Neu Delhis, seine Position im dem Gebiet zu festigen, in welchem sich die Großmächte im 21. Jahrhundert versammeln wollen.

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