H’Yam Bkrong, die das traditionelle Weben der Ede aufbewahrt

(VOVworld) – H’Yam Bkrong, eine Ede im Dorf Tong Ju der Gemeinde Ea Kao in der Stadt Buon Ma Thuot, ist sehr enthusiastisch für das traditionelle Stickweben. Sie gründete nicht nur eine Genossenschaft für Stickweben, die Arbeit für mehr als 100 Frauen in der Region schafft, sondern ist auch eine hochangesehene Dorfvorsteherin.  

H’Yam Bkrong, die das traditionelle Weben der Ede aufbewahrt - ảnh 1
H’Yam Bkrong (r.) zeigt den Mädchen der Ede, wie sie schön weben können.


H’Yam Bkrong ist im Dorf geboren und aufgewachsen, deshalb versteht sie sehr gut die Höhen und Tiefen des traditionellen Stickwebens ihres Volkes. Im modernen Leben ändert sich die Mode ständig und viele Leute kümmern sich nicht mehr um den Webstuhl und diesen Beruf. Stickweben ist deshalb nicht mehr so häufig.  2003 ermutigte H’Yam einige Frauen in den Dörfern Bong und Tong Ju in Ea Kao, eine Genossenschaft für Stickweben zu gründen, um den traditionellen Beruf ihres Volkes wiederzubeleben.

Anfang hatte die Genossenschaft viele Schwierigkeiten bei der Mittelbeschaffung. Die Produkte waren monoton und Kunden kümmerten sich nicht darum. Mit Entschlossenheit hat H’Yam Mittel von der Provinz mobilisiert und zugleich den Beruf von alten Handwerkern gelernt, um ihn dann anderen Frauen beizubringen.  Als sie dann gute Produkte produzieren konnten, warb H’Yam für diese und suchte Absatzmärkte auf Messen und in Erholungsgebieten. Dazu H’Yam:

„Anfangs mochten die Kunden unsere Produkte nicht. Denn die Qualität war nicht gut und Muster nicht vielfältig. Irgendwann, als ich gehört habe, dass es irgendwo eine Messe gibt, fuhr ich dorthin, um unsere Produkte vorzustellen, auch wenn die Provinz mir nicht viel helfen konnte. So lernten viele Menschen  unsere Produkte kennen.“

Nach zehn Mitgliedern am Anfang hat die Genossenschaft nun 42 Mitglieder. Monatlich kann jedes umgerechnet 80 bis 120 Euro verdienen, was gar nicht wenig ist im Vergleich zu anderen in der Gemeinde. Für Frauen der Ede ist es sogar ziemlich viel, weil sie nur auf dem Feld arbeiten. Die Entwicklung der Genossenschaft trägt zur Bewahrung des Berufs Stickweben bei. Dazu H’Bluen Nie, ein Mitglied der Genossenschaft:

„H’Yam liebt diesen Beruf sehr. Sie bringt jungen Leuten wie uns bei, wie wir Stoff weben können. Sie kümmert sich sehr um uns und besucht uns, wenn jemand krank ist. Wir lieben sie sehr.“

Pham Van Truong, der Vorsitzende der Gemeinde Ea Kao, sagte, H’Yam habe viel zur Wirtschaftsentwicklung und Bewahrung der örtlichen Kultur vor Ort beigetragen. Im Dorf Tong Ju gibt es insgesamt 380 Haushalte, 80 Prozent davon sind Ede-Angehörige. Früher war die Rate armer Haushalte sehr hoch, nun gibt es nur noch acht arme Haushalte. Ea Kao ist die erste Gemeinde in der Stadt Buon Ma Thuot, die alle Kriterien zur Neugestaltung ländlicher Räume erfüllt hat. Dazu Pham Van Truong:

„Bisher hat sie Arbeit für sehr viele Bewohner geschaffen. Ein Haushalt wird als arm bezeichnet, wenn das Einkommen jedes Familienmitglieds unter 400.000 Dong pro Monat liegt. Aber das Einkommen eines Stickweben-Handwerkers beträgt 1,5 bis 3 Millionen pro Monat. So hat Stickweben viel zur Armutsminderung in der Gemeinde beigetragen. H’Yam kann gut denken, handeln und ist verantwortungsvoll.“

Enthusiastisch, verantwortungsvoll bei der Arbeit und engagiert in Sozialarbeit wird H’Yam Bkrong von den Dorfbewohnern vertraut und zur Dorfvorsteherin von Tong Ju gewählt. Für ihre Leistungen bekam sie von der Union der Genossenschaften den Preis „Zusammenarbeit für eine wohlhabende Gemeinschaft“. Sie bekam auch einen Arbeitsorden des Staatspräsidenten verliehen.

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