Kriegsversehrter U Nia und seine gemeinnützige Arbeit

(VOVworld) – Trotz vielen körperlichen Wunden ist der 71-jährige Kriegsversehrte U Nia, ein Mitglied der ethnischen Minderheit Se Dang, in der Gemeinde Dac Ui in der Hochlandprovinz Kon Tum immer noch engagiert für gemeinnützige Aktivitäten. U Nia, der nachmittags im Dorf herum geht und die Nachbarn nach ihrer Gesundheit und Familie fragt, ist bekannt bei den Bewohnern im Dorf Kon Tu. Sowohl die Älteren, als auch die Kinder lieben den alten Kriegsversehrten und respektieren seine Ratschläge.

 

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Kriegsversehrter U Nia (r).


Schon lange hat U Nia die Gewohnheit, vormittags und nachmittags in seinem Dorf herum zu gehen, um etwas über die Arbeit und das Alltagsleben der Bewohner zu erfahren. Er kommt oft zu denjenigen, die Hilfe brauchen. Viele Leute bitten ihn zu vermitteln, etwa um Streitigkeiten bei  Grundstücksfragen zu lösen. Auch junge Ehepaare, die streiten, vertrauen auf seinen Rat. U Nia achtet auf die Bewahrung und Fortführung der Kulturidentität seiner Volksgruppe. A Thiet, der Leiter der Kulturabteilung in der Gemeinde Dac Ui ist stolz auf den alten Kriegsversehrten.

“Opa U Nia weißt viel über die traditionelle Kultur seiner Volksgruppe. Ich treffe ihn oft, um Informationen auszutauschen.”

Die Erfahrungen als Soldat helfen U Nia viel bei der gemeinnützigen Arbeit in seiner Heimat. Seit 1967 beteiligte er sich an der Guerilla-Gruppe in der Gemeinde Dac Ui und war später Mitglied der Brigade D2 der Provinz Kon Tum. Sein Leben ist mit Gefechten und dem militärischen Umfeld verbunden. Gleich nach der Heimkehr ins Heimatdorf spendete er viel Zeit und Kraft für den Aufbau der Heimat. Er hatte erkannt, dass die Veteranengruppe, Frauengruppe und Jugendlichen-Gruppe im Dorf nicht effizient arbeiten. Als Parteisekretär der Gemeinde hat er Pläne für die Arbeit dieser Gruppen ausgearbeitet. Dank seiner Anstrengungen und des Einsatzes der Anwohner im Dorf ist Kon Tu immer Vorreiter in der Gemeinde Dac Ui für die wirtschaftliche Entwicklung und Neugestaltung der ländlichen Gebiete. Der Vorsitzende des Senioren-Verbands in der Gemeinde Dac Ui, Tran Xuan Lanh hob die Anstrengungen von U Nia hervor.

“U Nia ist ein Militäroffizier, ein Veteran beim Kampf gegen die US-Armee. Nachdem er in Rente ging, wurde sein Gesundheitszustand schlechter. Er ist aber immer aktiv und engagiert, zu Fuß jeder Familie einen Besuch abzustatten. Dann erfährt er, wie schwierig das Wohnumfeld manchmal ist und ob es den Einwohnern gut oder schlecht geht.”

Vor einem Jahr wurde U Nia Leiter der Gruppe der Älteren im Dorf. Er erzählt, dass es den Älteren oft nicht so gut geht. Als Leiter sollte man wissen, ob ein Mitglied der Gruppe krank ist oder etwas braucht, sagt er.

“Als ich noch jung war, war ich stolz darauf, mit der Waffe in der Hand die Revolution und die Landsleute verteidigt zu haben. Jetzt bin ich schon alt, aber will immer noch den jungen Menschen bei ihrem Leben und Lernen helfen. Ich wünsche, dass die Bewohner glücklich sind und Wohlstand haben.”

U Nia möchte nicht nur zu Hause bleiben. Wenn er müde ist und nicht raus gehen kann, vermisst er die Landschaft des Dorfes Kon Tu und die Dorfbewohner. Angesichts seines Enthusiasmus und der Liebe für seinen Geburtsort schenken die Anwohner ihm immer großen Respekt.

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