Reicher durch den Anbau von Heilkräutern

(VOVworld) – Nguyen Ngoc Tu, Sekretär des Jugendverbands der Gemeinde Tam Quan des Kreises Tam Dao der nordvietnamesischen Provinz Vinh Phuc, hatte früher keine Ahnung von Heilkräutern. Doch dann hat er nachgeforscht, wie diese Pflanzen angebaut werden. Seine Kenntnisse hat Tu sich selbst beigebracht. Nach vier Jahren ist es ihm schließlich gelungen, ein Modell zum Anbau von Heilkräutern zu entwerfen. Mit diesem Anbaumodell verdient Tu heute jährlich umgerechnet 50.000 US-Dollar.

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Nguyen Ngoc Tu, Sekretär des Jugendverbands der Gemeinde Tam Quan der nordvietnamesischen Provinz Vinh Phuc. (Foto: vovgiaothong.vn)


Nguyen Ngoc Tu ist bei den Einwohnern im Dorf Quang Ngoai der Gemeinde Tam Quan des Kreises Tam Dao bekannt. Er ist Initiator eines einzigartigen Wirtschaftsmodells: Anbau und Vermehrung von Heilkräutern. Die Geschichte von Tu und seinem Interesse an Heilkräutern begann im Jahr 2010. Nachdem er mehrere Jahre lang verschiedene Berufe in anderen Teilen des Landes ausgeübt hatte, kehrte er in seine Heimat zurück. Tu hörte hier vom Wert der traditionellen Heilkräuter. So entschied er sich, diese Pflanzen anzubauen, erzählt er:

“Tatsächlich gibt es in Vietnam viele Sorten von Heilkräutern. In jeder Region haben die Pflanzen verschiedene Namen. Mich kostete es deshalb viel Zeit, den korrekten Namen der Heilkräuter herauszufinden.”

Tu erhielt die Unterstützung der landwirtschaftlichen Experten vor Ort und einen Kredit von umgerechnet 2500 US-Dollar vom Jugendverband. Er benutzte das Geld, um junge Pflanzen zu kaufen und die Anbaufläche zu erweitern. Anfängliche Schwierigkeiten und Herausforderungen hat Tu inzwischen überwunden. Jetzt baut er auf einer Fläche von fast einem Hektar mehr als 200 Sorten von Heilkräutern an. Dazu zählen wertvolle Heilkräuter, wie beispielsweise Jiaogulan, eine Pflanzenart aus der Familie der Kürbisgewächse, die Geißblattgewächse oder der Rotwurzel-Salbei, eine Pflanzenart aus der Gattung Salbei aus der Familie der Lippenblütler. Tu sagt über die Schwierigkeiten, auf die er gestoßen ist:

“Es gibt Vorteile und auch viele Schwierigkeiten. Es mangelte mir anfangs an Geld. Ich hatte auch keine Erfahrungen, was den Anbau und die Pflege der Heilkräuter angeht. Die anfängliche Effektivität meiner Arbeit war deshalb nicht so wie ich sie mir gewünscht hätte.”

Auf einer Fläche von fast einem Hektar stehen etwa 3000 Quadratmeter für die Vermehrung der Heilkräuter zur Verfügung. Jährlich verdient Tu heute durch den Anbau und die Vermehrung seiner Pflanzen etwa fünfzigtausend US-Dollar. Er hat Verträge mit Pharmafirmen unterzeichnet und liefert junge Heilkräuter an Städte und Provinzen im ganzen Land. Um die Anbaufläche zu erweitern, hat Tu die Einwohner in seinem Wohnort kostenlos in der  Anbautechnik sowie der Pflege der Pflanzen unterrichtet. Er arbeitet zudem mit den Pharmaunternehmen zusammen, um die Heilkräuter von anderen  Züchtern zu kaufen. Nguyen Hoang Anh hat Tu anfangs dabei geholfen, Kredite für den Anbau der Heilkräuter aufzunehmen. Hoang Anh bezeichnet das Anbaumodell von Tu als vorbildlich. Damit habe Tu nicht nur Geld für sich selbst verdient, sondern außerdem große Vorteile für die Menschen in seinem Heimatort gebracht, sagt Nguyen Hoang Anh:

“Die Investition in den Anbau und die Entwicklung der Heilkräuter ist derzeit eine neue Orientierung in der Provinz. Das Anbaumodell von Nguyen Ngoc Tu hat bedeutend zur Armutsbekämpfung vor Ort beigetragen. Es hilft den Bauern dabei, ihr Einkommen zu verbessern. Dieses Modell ist eines der vorbildlichen Wirtschaftsmodelle der Provinz im Jahr 2014 und wird in der kommenden Zeit weiter ausgedehnt .”

Nguyen Ngoc Tu hat seine eigene Firma gegründet, die sich darauf konzentriert, die wertvollen Heilkräuter zu vermehren und anzubauen. Er hat auch eine Webseite über die Heilkräuter eingerichtet, die Informationen bezüglich des Anbaus und der Pflege dieser Pflanzenart bietet. Tu hat durch dieses Anbaumodell seine eigene Existenz gesichert und die Bauern seiner Gemeinde bereichert. Und er hat zudem mehrere Arbeitsplätze für Jugendliche in seinem Wohnort geschaffen.

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