Die bergige Schönheit von Thung Nai in Hoa Binh

(VOVworld) - Thung Nai gehört zur Provinz Hoa Binh und liegt etwa 100 Kilometer nordwestlich von Hanoi. Dort gibt es schöne natürliche Landschaften mit Bergen, Flüssen und Seen. Denn durch diese Gegend fließt der Da-Fluss. 

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Thung Nai ist bekannt für natürliche Landschaften mit Bergen, Flüssen und Seen.(Foto:vietdu.com)

Thung Nai liegt zum Teil im See des Wasserkraftwerks Song Da. Thung Nai heißt übersetzt etwa Tal der Rehe. Denn laut einer Geschichte der Menschen in Hoa Binh, war die Gegend früher ein Tal zwischen den Bergen, in dem viele Tiere lebten, vor allem Rehe. Seit der Fertigstellung des Wasserkraftwerks Song Da, wurde das Tal mit Wasser geflutet und so zu einem See umgewandelt. So entstanden dort aus den ursprünglichen Berggipfeln schöne kleine Inseln. Nguyen Hang fährt seit langem mit seinem Boot auf dem Da-Fluss:

„Die entstandenen Inseln wurden mit Namen der Blumen, Bäume und Tiere bezeichnet, wie beispielsweise die Orchideen-Insel oder die Ziegen-Insel. In der Regenzeit gibt es schlimme Gewässer und Stromschnellen, die sehr gefährlich für Boote werden können, vor allem bei Sturm.“

In Thung Nai gibt es nicht nur Berge, Wälder und Seen, sondern auch viele historische und kulturelle Gedenkstätten. Ein sehr bekanntes Besuchsziel ist die Thac Bo-Höhle. Das ist eine große Steinhöhle mit Stalaktiten in verschiedensten Formen. Wenn man auf einige Stalaktiten schlägt, klingen sie wie die Gongs der Minderheiten Muong, die überwiegend in Hoa Binh leben. Früher musste man auf den Berg klettern, um die Thac Bo-Höhle zu erreichen. Heute kann man sie bequem mit dem Boot ansteuern. Einer Legende zufolge sei die Höhle das Goldlager des damaligen Thac Bo- Fürsten gewesen. In der Höhle wird noch heute die Heilige des Berges verehrt. Die Einheimischen erzählen, dass der Da-Fluss früher sehr schnell und stark durch die Gegend floss und viele Boote versenkte. Die Bewohner bauten deshalb einen Tempel, um den Schutz der Bergheiligen zu erbitten. Seitdem wären weniger Boote gesunken, erzählt Hang.

„Früher, vor der Errichtung des Wasserkraftwerks Song Da, gab es noch mehr Stromschnellen hier im Fluss. Es war sehr gefährlich für die Boote. Wenn die Boote hier vorbei fuhren, schauten die Schiffer hoch zum Tempel um für den Schutz und das Glück zu beten.“

Thung Nai ist am schönsten in der Abenddämmerung. Der ganze See färbt sich mysteriös violett. Auch die Boote auf dem See tragen zur romantischen Stimmung bei. Unerwartet sieht man eine Windmühle auf einem Berghang, die normalerweise nur in Europa zu sehen ist. Diese ist Teil der Dekoration eines Gästehauses hier. Ein Ehepaar der Minderheitsvolksgruppe Muong hat es gebaut. Neben dem Pfahlhaus steht die Windmühle. Die Kombination sieht gar nicht schlecht aus. Dazu die Besitzerin Hoa:

„Das ist die Idee meines Mannes. Wir gehören zur kleinen Volksgruppe Muong. Einige russische Gäste haben uns vorgeschlagen, ein weiteres Gästehaus zu bauen. Wir haben dann diese Windmühle errichtet.“

Am Abend können die Gäste im Pfahlhaus neben dem Feuer sitzen, Spezialitäten der Muong essen und sich unterhalten. Vom Dach der Windmühle oder von der zweiten Etage des Hauses aus, sieht man das schöne Panorama von Thung Nai im Mondschein, der sich auf dem Wasser widerspiegelt. Romantik und Ruhe sind die schönen Erinnerungen, die man mit Thung Nai verbindet.


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