Das Dorf Dong Ngac – Stolz, das Gebiet der Akademiker zu sein

(VOVWORLD) - Das Dorf Dong Ngac, das auch Dorf Ve genannt wird, befindet sich im Bezirk Bac Tu Liem der Hauptstadt Hanoi. Es ist nicht nur bekannt für die architektonischen Bauwerke, die typisch für Dörfer in Nordvietnam sind, sondern ebenfalls für viele Persönlichkeiten im Laufe der Geschichte. Viele Doktoren der Dynastien der vergangenen hundert Jahre stammten aus diesem Dorf. 
Das Dorf Dong Ngac – Stolz, das Gebiet der Akademiker zu sein - ảnh 1 Die Tafel mit Namen der Dorfeinwohner, die den Doktortitel erreichten. 

Es gab früher ein Sprichwort, das in etwa “Boden in Ke Gian, Mandarine in Ke Ve” lautete. Es zeigte den Stolz der Bewohner im Dorf Ve auf ihre akademische Tradition. Die früheren feudalistischen Dynastien in Vietnam bestimmten, dass ein Dorf als Dorf der Akademiker bezeichnet wurde, wenn es über zehn Personen hatte, die den Doktortitel erreichten. Von der Ly-Dynastie im Zeitraum von 1010 bis 1225 bis zur Nguyen-Dynastie im Zeitraum von 1802 bis 1945, wurden in Vietnam etwa 20 Dörfer mit diesem Titel ausgezeichnet. Dazu zählte das Dorf Dong Ngac, da es bis zu 22 Doktoren gab. Neun davon waren Angehörige der Pham-Familie. Pham Quang Dai, ein Ältester im Dorf erzählt:

“Die erste Person im Dorf, die den Doktortitel erlangte, war Phan Phu Tien unter der Tran-Dynastie im Jahr 1396. Im Jahr 1429 hat er erneut die Doktorprüfung unter der Le-Dynastie bestanden. So wurde Phan Phu Tien zwei Mal von zwei verschiedenen Dynastien mit dem Doktortitel ausgezeichnet. Auf ihn sind die Dorfbewohner sehr stolz. Unser Dorf hat insgesamt 21 Doktoren in der Kategorie “Literatur” und 1 Doktor in der Kategorie “Kungfu”. In der feudalistischen Zeit stand unser Dorf an der 3. Stelle landesweit, was die Anzahl von Doktoren anging.”

Das Dorf Dong Ngac ist die Heimat vieler Persönlichkeiten, die Beiträge in vielen Bereichen für das Land geleistet haben. Dazu zählte Do The Giai, Mandarin unter der Le-Dynastie. Dazu Do Quoc Hien, Leiter der Do-Familie im Dorf Dong Ngac:

“Do war Mandarin unter der Dynastie des Königs Le Canh Hung im Jahr 1760. Er war eine offene und aufrichtige Person. Der König lobte ihn als die Person, die eine hohe Loyalität hatte. Als er gestorben war, wurde er nicht nur von seinen Kindern und Enkelkindern, sondern auch von Dorfbewohnern verehrt.”

Auf das Dorftor oder die Tore zu den Gassen in Dong Ngac wurden Bilder von Büchern und Stiften graviert. Dies zeigt den Lerneifer der Dorfbewohner. Diese lerneifrige Tradition sei selten, sagt Pham Quang Dai weiter:

“Alle gehen zur Schule. Die Familien konkurrieren miteinander. Diese Tradition wird von Generation zu Generation übertragen. Es gibt viele Vorbilder, wie zum Beispiel Pham Quang Trach. Er hatte einen Betelpalmen-Garten, wo er täglich Bücher gelesen hat. Er pflegte die Gewohnheit, um die Betelpalmen während des Lesens herum zu gehen. Die Baumstämme der Betelpalmen wurden dann wegen der wiederholten Berührungen von Trach glatt. Auch sein Großvater und sein Vater waren Lehrer. Es gab außerdem Pham Quoc Hoan, der den Doktortitel erreichte. Wenn der König ihn fragte, wer ihm die hervorragenden Kenntnisse beigebracht habe, antwortete er, dass es dem Unterricht des Großvaters Pham Tho Chinh und Vater Pham Quy Ton zu verdanken war, dass er diesen Erfolg erreichte.”

In der Gegenwart gibt es im Dorf Dong Ngac etwa 100 Menschen, die den Doktortitel haben. Viele sind hochrangige Beamte und Politiker, wie beispielsweise der ehemalige Kulturminister Hoang Minh Giam oder der ehemalige Vize-Premierminister Vu Khoan. Die Dorfbewohner aus Dong Ngac sind sehr stolz auf ihre lerneifrige Tradition. 

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