Der Ba Be-See, der größte Gebirgssee in Vietnam

(VOVworld) – Der Ba Be-See ist ein Süßwassersee im Nationalpark Ba Be in der nordvietnamesischen Provinz Bac Kan. Er ist der größte Süßwassersee in Vietnam und einer der 100 größten Süßwasserseen weltweit. Sein Umfeld verfügt über eine einzigartige Landschaft und hat einen großen Wert für die Artenvielfalt.

 

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Der Ba be-See in Nordvietnam.


Ba Be bedeutet drei Seen. Eigentlich ist Ba Be der Treffpunkt der drei kleinen Seen Pe Lam, Pe Lu und Pe Leng. Das Gebiet erstreckt sich zwischen den beiden Kreisen Ba Be und Cho Don und auf einer Höhe von 145 Meter über dem Meeresspiegel. Laut Geologen ist der See vor mehr als 200 Millionen Jahren entstanden. Um den See herum befindet sich ein Kalkgebirge mit tecktonischen Besonderheiten, das schon seit mehr als 450 Millionen Jahren existiert.

Im Jahr 1995 wurde der Ba Be-See auf der Konferenz für Süßwasserseen in den USA als einer von 20 Seen weltweit unter Schutz gestellt. Im Jahr 2011 hat die UNESCO den Ba Be-See als das 3. Ramsar-Gebiet in Vietnam anerkannt. Au Dinh Huong, Bewohner in der Gemeinde Khang Ninh, arbeitet seit mehreren Jahren als Bootsfahrer für Touristen auf dem Ba Be-See. Er sagt, das Wasser im See ändert sich mit den Jahreszeiten.

“Das Wasser ist immer klar und grün. In der Hochwassersaison ist die Oberfläche mit gefallenen Blättern bedeckt. Wenn diese aber im Wasser herabsinken, wird es wieder klar. Bei Überschwemmungen strömt Wasser der nahegelegenen Flüsse in den See. Das Wasser ist dann sehr trübe. Nach einigen Tagen ist das Wasser aber dann wieder klar.”

Die Touristen können mit einem kleinen Boot oder einem Motorboot auf dem See fahren und die Landschaft hier genießen. Au Dinh Huong sagt dazu.

“Die meisten Touristen sind begeistert von der grandiosen Landschaft des Sees. Es ist sehr angenehm im Boot zu sitzen und auf dem Wasser zu gleiten. Eine Fahrt auf dem See dauert etwa eineinhalb Stunden. Und um alle Sehenswürdigkeiten entlang des Sees zu besuchen, braucht man bis zu fünf Stunden.”

In der Mitte des Sees befinden sich zwei Inseln, An Ma und Ba Goa. Im Ba Be-See leben mehr als 50 Fischarten, davon viele Arten, die vom Aussterben bedroht sind. Im Nationalpark gibt es auch viele Baumarten, die im vietnamesischen Roten Buch aufgelistet werden. Die Verkäuferin Ma Thi Thinh sagt, die heimischen Spezialitäten seien bei den Touristen sehr gefragt.

„Im See gibt es das ganze Jahr über viele Garnelen und Muscheln. Unsere Spezialitäten hier sind sehr vielfältig. Darunter Klebreis, Day-Kuchen, Pilze und Glasnudeln.”

Die angenehm kühle Klima, die frische Luft, der ruhige Wasserspiegel und die Klänge des Tinh-Instruments der Verkäuferin in Ba Be bringen uns innere Ruhe. Der Ba Be-See und der Nationalpark sind eine harmonische Mischung von Bergen und Flüssen. Dank des kühlen Klimas der Bergregion können Touristen den Ba Be-See zu jeder Jahreszeit besuchen. Die Landschaft in Ba Be gemeinsam mit den kleinen Einbäumen ist sehr verführerisch. Die Einbäume stellen eine Verbindung zwischen den Wäldern, Bergen und Seen in Ba Be dar. Sie werden aus größen Bäumen hergestellt. Das Boot ist nur breit genug für eine Person. Die kleinen Boote gleiten ruhig auf dem stillen Wasser des Ba Be-Sees. Dies schafft ein faszinierendes Bild der Natur.

 

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