Reisterrassen in Mu Cang Chai - Die prächtige Schönheit im Hochland im Nordwesten

(VOVworld) – Die Reisterrassen der ethnischen Minderheiten des Kreises Mu Cang Chai in der nordvietnamesischen Provinz Yen Bai befinden sich an den Hängen des Gebirges Hoang Lien Son, das eine Höhe von mehr als 1000 Meter über dem Meeresspiegel hat. Mit über 3500 Hektar gelten die Reisterrassen in Mu Chang Chai als ein attraktives Reiseziel für zahlreiche Touristen aus dem In- und Ausland.

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Reisterassen in Mu Cang Chai. (Foto: My Tra)


Mu Cang Chai ist ein Kreis im Westen der Provinz Yen Bai, die etwa 300 Kilometer nordwestlich der Stadt Hanoi liegt. Von Hanoi aus muss man die Landstraße 32 und den Gebirgspass Khau Pha passieren, um den Kreis Mu Cang Chai zu erreichen. Besonders im September und Oktober können die Touristen die Schönheit der gelben Reisterrassen bewundern, die an den Berghängen angelegt wurden. Mit dem Blick vom Dorf Trong Tong der Gemeinde La Pan Tan können die Touristen das Wunder der Reisterrassen hier erleben, die als „Höhepunkt der Schönheit der Kultur und Arbeit der Vietnamesen“ gelobt werden.

An den ersten Frühlingstagen beginnen die ethnischen Minderheiten in Mu Cang Chai Reis auf den Terrassen anzupflanzen. Da die Flächen für den Reisanbau sehr steil sind, haben die Reisterrassen lediglich eine Breite von zirka zwei bis drei Metern. Der Abstand zwischen den einzelnen Terrassenstufen beträgt zwischen einem bis eineinhalb Metern. Beim Reisanbau müsse man darauf achten, dass die Anbauflächen und Wasserversorgung der Reissetzlinge gleichmäßig sind, sagt Giang A Trinh aus der Volksgruppe der Mong in der Gemeinde La Pan Tan:

„Der Reisanbau auf Terrassen wird von Generation zu Generation weitergegeben. Dies haben mir meine Großeltern und Eltern bereits in der Kindheit beigebracht. Diese Arbeit ist nicht so anspruchsvoll, aber hart, weil die Böden in den Bergen hart sind und viele Steine enthalten. Meine Eltern haben mir ein Paar Reisfelder hinterlassen.“   

An den Berghängen, an denen die Bewohner Reis anbauen, gibt es natürliche Wasserquellen, die vom Berg über die Reisfelder fließen. Die Bewohner hätten außerdem eine Wasserleitung aus Bambus gebaut, die effektiv ist und schön aussieht, sagt Fotograf Vu Duc, der mehrmals Mu Cang Chai besuchte:

“Die Reisterrassen gibt es hier schon lange. Die ethnischen Minderheiten lernen den Reisanbau aus keinem Buch, sondern verrichten die Feldarbeit selbst. Die stufenförmigen Felder liegen an steilen Berghängen und können von den Bewohnern eben und gerade bepflanzt werden. Ich bewundere die Feldarbeiter der Volksgruppen hier sehr.”

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Die Erntezeit in Mu Cang Chai. (Foto: My Tra)

Mu Cang Chai ist während der Zeit des reifen Reises am schönsten. Viele Touristen besuchen diesen Ort gern im Mai oder Juni, wenn die Bewohner die Felder bewässern. Zu dieser Zeit erscheinen die Reisterrassen wie ein großer Spiegel unter dem Sonnenschein. Im Jahr 2007 wurden die Reisterrassen in Mu Cang Chai als Nationale Sehenswürdigkeit anerkannt. Seitdem ist Mu Cang Chai ein beliebtes Besuchsziel. Die Bewohner erhalten nicht nur Nahrungsmittel durch den Reisanbau, sondern profitieren auch vom Tourismus, freut sich Giang Thi Xuan aus der Volksgruppe der Mong in der Gemeinde De Xu Phinh:

“In den vergangenen Jahren haben wir wissenschaftliche Erkenntnisse im Reisanbau angewendet und der durchschnittliche Ertrag des Reises auf mehr als 0,5 Tonnen pro Hektar erhöht. Wir haben außerdem durch die Schönheit der Reisterrassen den Tourismus hier entwickelt. Meine Familie bietet Gastfamilienaufenthalte an und veranstaltet Touren, bei denen die Touristen die Kultur der Nachbardörfer kennenlernen. Die Touristen können gemeinsam mit den Familien der Mong und der Thai essen und bei ihnen übernachten, um mehr über das Alltagsleben der Minderheitsvölker und ihre Spezialitäten zu erfahren.”

Die Kultur- und Tourismuswoche der Reisterrassen Mu Cang Chai, die zahlreiche Touristen aus dem In- und Ausland fasziniert, wird jährlich Mitte Oktober veranstaltet. Dabei können die Touristen nicht nur die Schönheit der Reisterrassen, sondern auch der einzigartigen Kulturidentitäten der ethnischen Minderheiten erleben.

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