Gesichter

(VOVworld) - „Nhiều mặt“ auf Deutsch “Gesichter” ist eine Tanztheater- Musikperformance und wurde  2008 im Rahmen eines Kooperationsprojektes, das vom Goethe-Institut Vietnam und dem französische Kulturzentrum Espace - CCF Hanoi, mit Unterstützung des Fonds Elysée, getragen wurde, aufgeführt. Das Stück wurde schon in Hanoi, Ho Chi Minh Stadt, Berlin und Paris gezeigt. Nun bereiten sich die neun Tänzer und zwei Musiker aus Hanoi auf das Tanzfestival Anfang Juni in der indonesischen Hauptstadt Jakarta vor.

 
Gesichter - ảnh 1
Eine Szene von "Gesichter".

„Nhiều mặt“ ist eine ausdrucksstarke Arbeit von Raphael Hillebrand und Sébastien Ramirez. Theatralische Elemente, Texte und Musik, gespielt auf traditionellen vietnamesischen Instrumenten sind Teile dieser Performance. Musik und Dialoge ergänzen sich. So wie der Tanz, verbinden die Instrumente traditionelle und moderne Kultur: hier harmonisieren so verschiedenartige Dinge wie beatboxing mit dem 16-Saiten-Instrument Đàn tranh. Der Tänzer Nguyen Viet Thanh sagt über „Nhiều mặt“.

“Wir sehen "Nhiều mặt" und uns wird klar, daß es viele verschiedene Wege gibt, Bräuche zu bewahren und sie den jungen Menschen zu vermitteln. Das Stück läßt auf kluge Art und Weise traditionelle Musik und Tänze mit zeitgenössischer Kultur verschmelzen. Nhiều mặt zeigt uns ein dynamisches, offenes und modernes Vietnam, das seine Traditionen bewahrt und einen großen kulturellen Reichtum besitzt.”

Die dramaturgische Grundlage bilden Gespräche mit elf vietnamesischen Künstlern, neun Tänzer und zwei Musiker. „Nhiều mặt“ hinterfragt die Facetten und die Vielschichtigkeit der verschiedenen Gesichter des jungen Vietnam. Als Jugendlicher mit unkonventionellen Ansprüchen in einer traditionellen Gesellschaft groß zu werden, die sich rasant modernisiert, bringt vielschichtige Erfahrungen mit sich, die sich uns in diesem Stück vermitteln: oftmals witzig und ironisch aber immer sehr berührend, sagt Thanh.

Es gibt  eine Dramaszene, ein junger Mann hat Liebeskummer, witzig, wie die Jugendlichen sich darüber lustig machen. Eine romantische Szene, ein alter Mann, der sich an seine Jugendzeit erinnert. Dabei  zittern seine Hände und seine Beine wackeln. Ein Mädchen freut sich, dass ihm von vielen Jungen der Hof gemacht wird. Es gibt viele Aspekte des Leben, viele einfache Szene aus dem  Alltagleben wie Zeitungverkauf oder Zankereien zwischen Jugendlichen. All dies kommt sehr gut bei den Zuschauern an. Sie belohnen uns mit Applaus.”

Raphael Hillebrand und Sébastien Ramirez sind international anerkannte Tänzer und Choreografen. Künstlerisch sind beide in der HipHop-Kultur groß geworden. In seiner Arbeit als Interpret und Regisseur, sucht Raphael nach Verbindungen zwischen Tanz und Drama. Sébastien ist für seine einzigartige Tanzsprache bekannt, die er in seinen Tanztheaterproduktionen entwickelt. Im Rahmen von diversen Kooperationsprogrammen führten beide mehrere Projekte in Vietnam, Indonesien und Kambodscha durch.

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