Aquakultur 2017 steht vor vielen Herausforderungen der Entwicklung

(VOVWORLD) - Die vietnamesische Aquakultur hat für dieses Jahr das Ziel gesetzt, ein Wachstum von 7,4 Milliarden US-Dollar zu erreichen. Es gibt aber Herausforderungen, die als Hindernisse für dieses Ziel gelten. Hierzu gehören die immer strikteren technischen Barrieren der Importländer und die immer schärfere Konkurrenz. Wie kann man diese Herausforderungen überwinden? Das sind Fragen und Aufgaben, die die vietnamesische Aquakultur lösen muss. 
Aquakultur 2017 steht vor vielen Herausforderungen der Entwicklung - ảnh 1Unternehmen müssen die Restrukturierung des Produktionsmodells beschleunigen, um auf die Risiken durch Klimawandel, Dürren und Versalzung im Mekongdelta zu reagieren. 

In den ersten fünf Monaten des Jahres hat der Export vietnamesischer Aquakulturprodukte 2,8 Milliarden US-Dollar erreicht, eine Steigerung von 10,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die USA, Japan, China und Südkorea sind weiterhin die vier Importmärkte vietnamesischer Aquakulturprodukte. Durch die Änderungen des Weltmarktes steht auch der Export von Aquakulturprodukten vor vielen Herausforderungen, wie Anti-Dumping-Zöllen auf Pangasius und Garnelen durch die USA und striktere Kontrollen der Lebensmittelhygiene der EU-Länder, Südkoreas und Australiens. Daneben verursachen Dürren und Versalzung eine Verringerung der Materialquellen. Unternehmen müssen die Restrukturierung des Produktionsmodells beschleunigen, um auf die Risiken durch Klimawandel, Dürren und Versalzung im Mekongdelta zu reagieren. Dazu Wirtschaftsexperte Le Dang Doanh:

„Unternehmen im Mekongdelta und Bauern sollen ihre Produktionsgewohnheiten ändern. Sie sollen auf die Änderungen des Marktes und die abgeschlossenen Verträge beachten. Außerdem sollen sie sich nicht auf die Quantität, sondern Qualität konzentrieren. Die Produktionsmodelle müssen sich an den Klimawandel anpassen. Beispielsweise hat ein Kilogramm Garnelen den gleichen Wert wie 20 Kilogramm Reis. Daher soll man in den Brackwassergebieten nicht drei Reisernten pro Jahr anbauen, sondern nur eine Reisernte und sonst die Zucht von Garnelen intensivieren. So kann man einen Gewinn erzielen.“

Garnelen sind die Hauptexportware Vietnams. Export-Garnelen stehen unter dem Druck der Konkurrenz und müssen technische Barrieren der Importländer überwinden. Der Vizelandwirtschaftsminister Vu Van Tam sagte, für das Ziel des Garnelen-Exports in Höhe von zehn Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 werde sich dieser Zweig auf Jungtiere, die Produktion von Futter und die Kontrolle von Epidemien konzentrieren. Parallel dazu sollten die Erweiterung der Exportmärkte und die Reaktion auf protektionistische Trends anderer Länder beachtet werden. Dazu der Vizeminister:

„Wir sollen uns auf die Verbesserung der Wissenschaft und Technologie konzentrieren, um den Ertrag zu erhöhen. Derzeit liegt die Zuchtfläche bei etwa 140.000 Hektar und sie kann rasant steigen. Derzeit beträgt der Ertrag von Garnelen etwa vier Tonnen pro Hektar und dieser soll sich auf sechs bis acht Tonnen pro Hektar erhöhen. Die kleinen Produktionshaushalte können sich zu Gruppen von Genossenschaften oder Verbänden zusammenschließen. So können sie mit Unternehmen zusammenarbeiten und in Technologien investieren, um den Garnelen-Ertrag bald zu erhöhen.“

2017 wird die Aquakultur neben Pangasius und Brackwasser-Garnelen andere Produkte entwickeln, die in vielen Gegenden des Landes produziert werden. Mit einheitlichen Maßnahmen kann das Ziel des Wachstums der Aquakultur von 7,4 Milliarden US-Dollar sicherlich erreicht werden.

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