Auslandsinvestition im Technologiebereich in Vietnam

(VOVworld) - Die ausländischen Unternehmen, die im Technologiebereich in Vietnam investieren, haben viele Vorteile. Dazu zählen die zahlreichen und gut qualifizierten Arbeitskräfte. Der Staat eröffnet den Unternehmen günstige Bedingungen. Deshalb ist der Technologiebereich für immer mehr ausländische Unternehmen von großem Interesse.

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Die Technologie in Vietnam verfügt über gut qualifizierten Arbeitskräfte.(Foto:dangkiemoto.com) 

Vor allem japanische Unternehmen interessieren sich sehr für den Technologiebereich in Vietnam. Große Konzerne wie beispielsweise Sanyo, Sony, Panasonic oder Toshiba haben in Vietnam Fabriken aufgebaut. Auch bekannte IT-Firmen der USA wie Intel, IBM oder die französischen Firmen Cap Gemini und Accenture haben Projekte in Vietnam gestartet. Im vergangenen Jahr sind die Auslandsdirektinvestitionen in Vietnam aufgrund der Weltfinanzkrise deutlich gesunken. Dennoch gab es eine Investitionssteigerung im IT-Bereich. Dazu Lam Nguyen Hai Long, der Vize-Direktor der Softwarefirma Quang Trung:

“Seit Anfang 2011 ist eine neue Investitionswelle im IT-Bereich in Vietnam zu beobachten. Viele Unternehmen aus Japan und Nordamerika haben im Softwarepark Quang Trung in Ho Chi Minh Stadt investiert. Wir haben in den vergangenen Jahren die Infrastruktur im IT-Bereich zwar erheblich verbessert. Doch kann es dennoch Probleme geben, die Interessen all der Investoren zu befriedigen. Wir müssen uns jetzt verstärkt auf die Ausbildung von Arbeitskräften in diesem Bereich konzentrieren.

Nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe im Jahr 2011 zeigte sich bei japanischen Unternehmen eine verstärkte Tendenz im Ausland zu investieren, statt die Einrichtungen im Inland wieder aufzubauen. Viele jener Unternehmen hätten Vietnam als ihren neuen Investitionsstandort gewählt, sagt Nguyen Kim Cuong, Vertreter des Konzerns CMC in Ho Chi Minh Stadt:

“In den vergangenen Jahren haben Vietnam und Japan eng zusammengearbeitet. Der überwiegende Teil der Arbeitskräfte in japanischen Firmen in Vietnam sind Vietnamesen. Hier gibt es einen enormen Arbeitskräftemarkt. Vietnam ist deshalb eine bevorzugte Wahl bei den  Auslandsinvestitionen japanischer Unternehmen.”

Vietnam hat in den vergangenen Jahren beachtliche Erfolge im Informationstechnologiebereich errungen. Das schaffte die Grundlage, dass das Ministerium für Information und Telekommunikation einen Entwurf zur IT-Entwicklung erarbeitet hat. Das Papier sieht vor, Vietnam bis 2015 zu einem der 70 Länder weltweit zu entwickeln, die in der Entwicklung von Informationstechnologie vorn liegen. Um dieses Ziel zu erreichen, habe Vietnam den ausländischen IT-Unternehnen günstige Bedigungen angeboten, so Lam Nguyen Hai Long weiter:

“Unternehmen, die im IT-Bereich in Vietnam investieren, werden in den ersten vier Jahren keine Steuern bezahlen müssen. Neun weitere Jahre müssen sie nur die Hälfte der Steuern entrichten. Die Arbeitskräfte in Vietnam sind jung und gut qualifiziert. Das ist unser Konkurrenzvorteil.”

Laut Nguyen Trong Duong, Vertreter des Informationsministeriums, hat sich Vietnam in den vergangenen Jahren verstärkt auf die Ausbildung von Arbeitskräften im IT-Bereich konzentriert:

“Vor mehr als zehn Jahren gab es in Vietnam lediglich zehn Hochschulen, die Informationstechnologie als Fachbereich hatten. Nun wird dies an fast 300 Schulen landesweit unterrichtet. Jedes Jahr studieren etwa 60.000 Studenten das Fach Informationstechnologie. Etwa 250.000 Menschen sind derzeit in diesem Bereich tätig. Viele davon haben internationale Abschlüsse erworben und sind in der Lage,  für die ausländischen Softwarefirmen zu arbeiten.”

Vietnam ist darauf vorbereitet eine neue Welle ausländischer Investoren zu empfangen.

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