Entwicklung des Hafensystems in Vietnam

(VOVworld) - Vietnam hat eine mehr als 3.200 Kilometer lange Küste. Das sind günstige Bedingungen, um die Meereswirtschaft zu entwickeln. Es mangelt Vietnam bislang aber an einem einheitlichen und effektiven Hafensystem. Ein solches Hafensystem zu errichten, ist deshalb eine notwendige und wichtige Aufgabe, um die Meereswirtschaft nachhaltig zu entwickeln.


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Hafen Hai Phong in Nordvietnam. (Foto: vietnamnet.vn)


Vietnam hat derzeit insgesamt mehr als 24 Seehäfen in verschiedenem Umfang. 90 Prozent von Ex- und Importwaren Vietnams werden durch diese Häfen transportiert. Vor allem die Häfen in Großstädten wie Hai Phong im Norden, Da Nang in Zentralvietnam und Ho Chi Minh Stadt im Süden spielen eine wichtige Rolle. Diese haben eines gemeinsam: ihre Logistik-Dienstleistungen sind eingeschränkt. Die Verkehrsinfrastruktur zwischen den Häfen und den benachbarten Gebieten ist mangelhaft und ungünstig eingerichtet worden. Dies führe dazu, dass die Kapazität der Häfen nicht effektiv genutzt werden, sagt Do Xuan Quang, Vertreter des Lagerverbands:

“Die Infrastruktur der Häfen sollen verbessert werden. In den letzten Jahren wurden viele Häfen neu gebaut. Das Verkehrssystem um die Häfen herum und die begleiteten Logistik-Dienstleistungen sind aber nicht fertig gestellt worden. Dies führt zu Problemen bei der Anbindung zwischen den Häfen, Industrie- und Verarbeitungszonen. Dieses Problem soll so bald wie möglich bewältigt werden.”

Um das Hafensystem zu entwickeln ist es notwendig, eine langfristige Strategie zu erarbeiten. Die Entwicklung der Infrastruktur und die Verwendung eines modernen Verwaltungsmodells sollen paralell umgesetzt werden. Es gibt Häfen, die neu gebaut wurden, aber überlastet sind. Wie zum Beispiel der Hafen Chan May in der zentralvietnamesischen Provinz Thua Thien Hue. Der Hafen war im Jahr 2003 in Betrieb genommen worden. Er ist bereits überlastet. Die Hafenverwalter haben deshalb die Regierung um eine Hafenerweiterung gebeten. Nguyen Huu Tho, Direktor des Hafens Chan May, hob die wichtige Rolle des Hafens für die Entwicklung der Region hervor:

“Die Provinz Thua Thien Hue hat 126 Kilometer Küste. Nach dem Bau des Hafens Chan May hat sich die Wirtschaft in dieser Provinz stark entwickelt.  Auch die Tourismusbranche profitiert von diesem Hafen. Die Anzahl der Touristen, die Thua Thien Hue mit Schiffen besuchen, steigt stetig. Der Hafen hat bedeutend zur Armutsbekämpfung vor Ort beigetragen.”

Viele ausländische Investoren interessieren sich derzeit für die Hafendienstleistungen in Vietnam. Das bedeutet, dass die vietnamesischen Unternehmen in diesem Bereich mit einer starken Konkurrenz konfrontiert werden. Dazu Do Xuan Quang, Vertreter des Lagerverbands:

“Im Jahr 2014 werden die ausländischen Unternehmen Genehmigung bekommen, Geschäfte in Vietnam zu führen. Die vietnamesischen Unternehmen werden mit ihnen konkurrieren. Vietnamesische Unternehmen haben den Vorteil, den vietnamesischen Markt gut kennen. Es gibt außerdem Dienstleistungen, die gut geeignet sind für die Fähigkeit der vietnamesischen Unternehmen.”

Die vietnamesische Regierung hat vor kurzem eine Strategie zur Entwicklung des vietnamesischen Hafensystems bis 2020 verabschiedet. Etwa 20 Milliarden US-Dollar werden dafür eingesetzt. Ziel ist es, Vietnam zu einem Land mit starker Meereswirtschaft zu entwickeln.

 

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