TPP, die Chance für die Restrukturierung der Landwirtschaft

(VOVworld) – Die Transpazifische Wirtschaftspartnerschaft, TPP bringt für die vietnamesische Landwirtschaft neben den vielen Chancen auch große Herausforderungen. Denn die landwirtschaftlichen Produkte sind ein Exportschlager Vietnams. Der TPP-Beitritt Vietnams ist die Gelegenheit für das Land, seine Landwirtschaft zu restrukturieren.

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Die Transpazifische Wirtschaftspartnerschaft, TPP bringt für die vietnamesische Landwirtschaft neben den vielen Chancen auch große Herausforderungen.
(Foto: dangcongsan.vn)

 
Die Aktiengesellschaft für Landwirtschaft Hung Hau im Stadtbezirk Tan Phu in Ho Chi Minh Stadt exportiert Meeresprodukte vor allem in die USA, Japan und die EU. Sie erwirtschaftet einen jährlichen Umsatz von etwa 17 Millionen US-Dollar. Die Gesellschaft hat sich längst auf den Beitritt Vietnams zum TPP vorbereitet und investierte mehrere Hunderttausend US-Dollar in die Produktion, sowie Ausweitung der Produktionsstätten und verbesserte Kontrolle des Einsatzes von Antibiotika für den Export. Dies solle mit den TPP-Vereinbarungen übereinstimmen, sagt der Direktor der Gesellschaft Tu Thanh Phung.

„Wir verbessern unsere Produktion mit neuer und moderner Technologie. Wir weiten unsere Rohprodukte aus und verschärften die Kontrolle vor allem bei der Herkunft der Produkte. Wir wollen die TPP-Forderungen einhalten.“

In Vietnam gibt es rund 3500 landwirtschaftliche Unternehmen. Die meisten von ihnen sind Mittel- und Kleinbetriebe. Viele Unternehmen sind passiv vom Markt abhängig und haben deshalb kaum Einfluss auf dem Markt. Vietnamesische Unternehmen sind nach dem TPP-Eintritt vor Dumpingpreisen, Subvention, Handelsselbstschutz und von vielen technischen Handelsbarrieren gewarnt. Sie müssten sich darüber besser informieren, sagt der Direktor für Forschung und Entwicklung im Institut für Wirtschaft und Verwaltung in Ho Chi Minh Stadt, Nguyen Hoang Dung.

„Informationen sind für Unternehmen sehr wichtig. Sie müssen deshalb eng mit den Regierungsbehörden zusammenarbeiten, um rechtzeitig an Marktinformationen zu gelangen. Somit können sie schneller auf die Änderungen auf dem Weltmarkt reagieren. Einige landwirtschaftliche Produkte werden gleich nach dem TPP-Beitritt zollfrei für den Export. Viele andere Produkte werden noch stufenweise verzollt. Vietnamesische Exportunternehmen müssen sich daran orientieren.“

Vietnam ist weltweit ein führender Reisexporteur. Der Reis aus Vietnam ist jedoch weltweit noch nicht bekannt. Daran hat Vietnam noch viel zu tun. Es muss seine Reisproduktion restrukturieren, mehr in neue Reissetzlinge investieren und die Marktinformationen auf dem neuesten Stand halten. Vietnam solle sich beim Export auf einzelne Reissorten spezialisieren, sagt der Wirtschaftsexperte Nguyen Dinh Bich.

„In der Zeit, in der wir noch die TPP-Verhandlungen führten, kamen viele japanische Unternehmer nach Vietnam. Sie kauften vietnamesischen Reis, verarbeiteten ihn nach dem japanischen Standard und exportierten ihn in die USA, nach Japan und nach Australien. Sie machten große Gewinne.“

Vietnamesische Bauern und Unternehmer müssen nach dem TPP-Beitritt besser zusammenarbeiten, um bessere landwirtschaftliche Produkte auf dem Markt zu etablieren und vor allem die Lebensmittelsicherheit zu garantieren. Vietnam fördert weiterhin Investitionen in der Landwirtschaft.

TPP ist für die vietnamesische Landwirtschaft selbstverständlich eine große Chance, die Produktion auszuweiten und die Arbeitsproduktivität zu verbessern.      

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