Umweltfreundliche Entwicklung: Eine Chance für Vietnam

(VOVworld) – Vietnam will sich bis 2030 auf eine umweltfreundliche Entwicklung konzentrieren. Deswegen hat der Premierminister alle Ministerien und Institutionen aufgefordert, spätestens bis Juni 2012 einen Entwurf für eine grüne Entwicklungsstrategie bis 2030 vorzulegen. Vietnam will bis 2020 zu einem Industrieland werden. Um dieses Ziel sowie eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen, muss Vietnam seine wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit verbessern und zugleich auf den Kampf gegen den Klimawandel achten.

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Der Wald in Vietnam.


Vietnam ist eines der Länder weltweit, die am schwersten vom Klimawandel betroffen sind. Deshalb ist eine umweltfreundliche Entwicklung eine notwendige Maßnahme für ein Entwicklungsland wie Vietnam. Das UN-Entwicklungsprogramm hat berichtet, vor zwölf Jahren habe Vietnam rund 150 Millionen Tonnen Kohlendioxid in die Luft geblasen. Im Vergleich zu anderen Entwicklungsländern sei die Zahl noch verhältnismäßig niedrig. Aber die Menge der von Vietnam emitierten Treibhausgase sei in den vergangenen Jahren massiv angestiegen, hieß es. Die Naturressourcen in Vietnam würden noch nicht effizient verwendet. Dies führe zu Verschwendung und Umweltverschmutzung. Der Vertreter des Umweltministeriums Nguyen Van Tai warnt, dass sich in den kommenden Jahren die Produktion in Vietnam stark ausweiten werde. Dies führe zu einer großen Nachfrage nach Energie. Die umweltfreundliche Entwicklung sei ein angemessener Plan zur wirtschaftlichen Umstrukturierung in Vietnam:

“Eine umweltfreundliche Entwicklung ist dringend notwendig. Vietnam muss sich dafür einsetzen. Dazu soll Vietnam einen konkreten Plan ausarbeiten, der der derzeitigen Entwicklungsstufe wie auch den Erfordernissen der Umwelt gerecht werden muss.”

Laut den Kriterien für eine umweltfreundliche Entwicklung des UN-Programms zum Umweltschutz hat Vietnam zahlreiche Vorteile, um eine grüne Wirtschaft zu entwickeln. Auch da die Landwirtschaft eine bedeutende Rolle in der Wirtschaft Vietnams spielt. Um Erfolge im Umweltschutz zu erzielen, müsse Vietnam stärker in die Landwirtschaft zu investieren, raten Experten. Demnach sollten die Qualität der landwirtschaftlichen Produkte, die Zucht und die Verarbeitung von Fisch und Meeresfrüchten verbessert werden. Diese führe zu besseren Exportmöglichkeiten für Vietnam. Der Leiter des UN-Entwicklungsprogramms in Vietnam Dao Xuan Lai sagt, Vietnams Entwicklung in den Bereichen Öko-Tourismus und erneuerbare Energien sei vielversprechend.

“Um eine umweltfreundliche Entwicklung voranzutreiben, muss man sich zuerst auf vorhandene Naturresourcen beschränken und diese effizienter nutzen. Auch bei eingeschränkten finanziellen Mitteln, können wir im Bereich Umweltschutz Erfolge erzielen, wenn wir die Naturressourcen nachhaltiger und sparsamer einsetzen.”

Ein Strategieentwurf zur umweltfreundlichen Entwicklung in Vietnam wurde ausgearbeitet und soll bis 2030 umgesetzt werden. Im Mittelpunkt der Strategie steht die wirtschaftliche Umstrukturierung. So würden neue Technologien in der Produktion verwendet, die zu weniger Treibhausgasen führen. Dienstleistungen im Bereich des Umweltschutzes und die Rückgewinnungsindustrie sollen gefördert werden. Der Direktor von Green World Thai Quang Trung sagt, um eine grüne Wirtschaft zu erreichen, müssen wir das Umweltbewusstsein der Unternehmen und der Bürger im Alltag und besonders beim Konsum besser entwickeln:

“Wenn wir eine grüne Wirtschaft aufbauen wollen, müssen wir auch auf die Ausbildung unserer Mitarbeiter achten. Wir können nicht eine grüne Wirtschaft schaffen, wenn wir keine Arbeiternehmer haben, die dafür ausgebildet wurden und dies mittragen. Neue Generation von Unternehmern und Paten für eine grüne Wirtschaft muss ausgebildet werden.”

Vietnam hat großes Potential seine Wirtschaft im Bereich des Umweltschutzes zu entwickeln. Doch dies hängt auch von einem Bewusstseinswandel innerhalb der Bevölkerung ab.

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