Die Pioniere beim Kampf gegen die Covid-19-Epidemie

(VOVWORLD) - Die zentralvietnamesische Stadt Da Nang ist ein Ort, wo tausende von Chinesen leben, arbeiten und studieren. Die Stadt ist auch das beliebte Besuchsziel der chinesischen Touristen. In diesen Tagen werden in Da Nang viele Menschen, die vermutlich vom neuartigen Coronavirus infiziert werden, medizinisch untersucht und überwacht. Bereits Mitte Januar 2020 hat das Lungenkrankenhaus in der Stadt Da Nang diese Menschen empfangen und behandelt. Die Ärzte und Krankenpfleger haben Schwierigkeiten überwunden, um sich für die Epidemiebekämpfung einzusetzen.
Die Pioniere beim Kampf gegen die Covid-19-Epidemie - ảnh 1 Die Ärztin Nguyen Thi Thuy Duong arbeitet im Lungenkrankenhaus der Stadt Da Nang.

Die Ärztin Nguyen Thi Thuy Duong und ihr Ehemann arbeiten beide im Lungenkrankenhaus der Stadt Da Nang. Duong erzählt, dass sie zwei Kinder habe. Das Kleinere sei erst sechs Monate. Ihre Eltern und Schwiegereltern wohnen in der Provinz Nghe An, etwa 600 Kilometer von Da Nang entfernt. Duong habe deshalb um die Hilfe ihres Nachbarn bei der Pflege ihrer Kinder gebeten. Sie und ihr Mann müssten die meiste Zeit im Krankenhaus verbringen, sagte Duong. Sie wisse aber, dass es noch viele andere Ärzte gibt, die viele Dinge opfern müssten, um sich für die Covid-19-Bekämpfung einzusetzen, so Thuy Duong.

Neben dem Druck der Arbeit werden die Ärzte mit dem Stress konfrontiert, der gar nicht mit ihrem Fach zu tun hat, zum Beispiel der Ärger der Personen, die obligatorisch isoliert werden. Dazu Arzt Le Thanh Phuc, Direktor des Lungenkrankenhaus Da Nang:

“Es gibt Patienten, die gezwungen werden, in der Isolationszone zu sein. Sie fühlen sich deshalb unangenehm. Ich habe die Ärzte und Krankenpfleger ermutigt, sie bestens zu betreuen. Wir kaufen für die Patienten alles, was sie essen wollen. Das Geld bezahlen wir im Voraus. Wir werden nach Geldern der Patienten fragen, nachdem sie aus dem Krankenhaus entlassen werden.”

Arzt Nguyen Huu Tho hat die Bekämpfung der SARS- und MERS-Epidemien erlebt. Er ist deshalb nicht zu besorgt, wenn er sich diesmal an der Bekämpfung der Covid-19 beteiligt. Er macht sich aber Sorgen um die Diskriminierung einiger Leute. Doch könne er diese Diskriminierung verstehen, weil die Gefahr, dass die Ärzte von der Krankheit infiziert werden, möglich sei, sagte Tho:

“Die Art und Weise, wie wir uns selbst vor der Epidemie schützen, ist nicht ähnlich wie die normalen Patienten. Wir müssen die Schutzkleidung tragen, jedes Mal wenn wir die Patienten untersuchen. Danach müssen wir Kleidung, Maske sowie Handschuhe wechseln und baden und dann wieder die saubere Kleidung tragen. Der Prozess ist so. Wenn wir am Tag zum Beispiel zehn Mal die Patienten untersuchen, müssen wir dann zehn Mal baden.”

Das Telefon im Arbeitszimmer des Arztes Nguyen Thanh Trung, Vize-Direktor des Lungenkrankenhauses Da Nang, klingelt ununterbrochen. Trung sagte, dass es bereits viele Webseiten gebe, die über die offiziellen Informationen über Covid-19 informieren. Doch fühlen sich viele Menschen noch beunruhigt. Sie rufen die Ärzte deshalb regelmäßig an. Dies setze die Ärzte enorm unter Druck:

“Die Informationen sind chaotisch. Die Patienten sind deshalb in Panik geraten. Wir müssen während der Behandlung die Patienten beruhigen. Doch rufen sie uns rund um die Uhr an.”

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