Perspektive des Bio-Tourismusdorfes im östlichen Gebirge Truong Son

(VOVWORLD) - Das Dorf Kieu liegt nah der legendären Straße Dong Truong Son und am Bergfuß des Nationalparks Chu Yang Sing in der Gemeinde Yang Mao der zentralvietnamesischen Provinz Dak Lak. Damit verfügt es über zahlreiche günstige Bedingungen zur touristischen Entwicklung. Mit den Vorteilen von Geschichte, ökologischem System und Kultur hat die Provinz schrittweise das Dorf zu einem neugestalteten Bio-Tourismusdorf in Verbindung mit der Kultur der Volksgruppe der M’nong aufgebaut. 
Perspektive des Bio-Tourismusdorfes im östlichen Gebirge Truong Son - ảnh 1 Das Dorf Kieu der Volksgruppe M'nong. (Foto: Le Phuong/ VOV5)

Seit mehr als einem Jahr beschäftigt sich Y Gen Bya im Dorf Kieu in der Gemeinde Yang Mao mit dem Projekt zum Aufbau des Bio-Tourismusdorfes, einem neugestalteten Bio-Tourismusdorf in Verbindung mit der Kultur der Volksgruppe der M’nong. Täglich kümmere er sich um den Anbau von 1 Hektar Kaffeebäumen und mehr als 400 Obstbäumen, um touristische Bauernhöfe zu entwickeln, sagt Y Gen Bya:

„Die Sandböden hier sind für den Anbau von Obstbäumen geeignet. Die Behörden der Gemeinde und des Kreises wollen den landwirtschaftlichen Bio-Tourismus in Verbindung mit der Kultur fördern. Daran will ich teilnehmen. Beispielsweise werden Touristen Erlebnisse in Obstgärten haben. Dies soll den Bewohnern gutes Einkommen bringen.“

Neben der Entwicklung der Bauernhöfe durch Obstbäume konzentriert sich die Provinz außerdem auf die Bewahrung der Kulturwerte der Volksgruppe M’nong im Dorf Kieu. Seit dem Beginn eines Projektes Anfang diesen Jahres ist das Brokatweben im Dorf lebendiger geworden. Darüber hinaus hat die Provinz den Verkehr und die öffentlichen Einrichtungen ausgebaut, sowie die traditionellen Pfahlhäuser repariert, Kurse für Gong-Schlag eröffnet und Kulturfeste der M’nong im Hochland Tay Nguyen regelmäßig veranstaltet. Y’Drai M’Drang, der Vorsitzender des Volkskomitees der Gemeinde Yang Mao, gab bekannt, dass derzeit 81 von 90 Haushalten im Dorf Kieu an dem Projekt teilnehmen. Alle beteiligten Familien wurden mit 100 Prozent von Setzlingen und Düngemitteln unterstützt, damit sie die Bauernhöfe mit den Obstbäumen auf der Fläche von etwa 120 Hektar weiter entwickeln können, so Y’Drai M’Drang weiter:

„Wir arbeiten derzeit mit der Abteilung für Kultur und Information des Kreises zusammen, um die Kultur wiederherzustellen, darunter das Brokatweben, die Gründung von Gong-Ensemble und die Veranstaltung verschiedener Feste. Auch der Gesang Ea Ray und das Spielen mit dem Gui-Musikinstrument werden gepflegt. Dies sind einzigartige Kulturen, die bewahrt und weiter gefördert werden sollen.“

Das Dorf Kieu wurde Mitte des 20. Jahrhundert gegründet. Alle Dorfbewohner sind Angehörigen der ethnischen Minderheit der M’nong. Das Dorf befindet sich auf einer Fläche von 6500 Hektar entlang der Straße Dong Truong Son und des großen Gebirges Chu Yang Sing. Mit dem Vorteil von Natur, Menschen und Geschichte sei das Dorf Kieu für die Entwicklung von Bio-Tourismus in Verbindung mit der heimischen Kultur geeignet, sagt die Vizedirektorin der Behörde für Kultur, Sport und Tourismus der Provinz Dak Lak, Nguyen Thi Phuong Hieu:

„Der Verkehr, das ökologische System und die traditionelle Kultur der M’nong im Dorf Kieu sind Vorteile zur touristischen Entwicklung. Im Zeitraum von 2020 bis 2025 in der Planung zur touristischen Entwicklung in Dak Lak wird das Volkskomitee der Provinz beraten, um das Bio-Tourismusdorf Kieu im Projekt zur touristischen Entwicklung der Provinz aufzulisten. Dies soll den Lebensstandard der Bewohner verbessern und die örtlichen Kulturwerte bewahren.“

Jährlich empfängt die Provinz Dak Lak mehr als 810.000 Touristen. Die touristischen Modelle der Provinz bestehen aus Erlebnistouren im Nationalpark, im Naturschutzgebiet, auf  Bauernhöfen und in Obstgärten. Die erfolgreiche Durchführung des Projektes zur touristischen Entwicklung im Dorf Kieu soll vielfältige touristische Produkte und mehr Arbeitsplätze schaffen sowie das Einkommen der Dorfbewohner verbessern. 
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