Der 20. September 1977 markierte einen bedeutenden Meilenstein im Prozess der internationalen Integration Vietnams und eröffnete dem Land neue Möglichkeiten, sich an multilateralen Kooperationsmechanismen zu beteiligen sowie internationale Ressourcen für den Wiederaufbau nach dem Krieg und die Entwicklung des Landes zu nutzen.
Unmittelbar nach seinem Beitritt zu den Vereinten Nationen bewog Vietnam die UN-Mitgliedstaaten erfolgreich dazu, auf der 32. Tagung der UN-Generalversammlung im Jahr 1977 die Resolution 32/2 zu verabschieden. Die Resolution rief Staaten und internationale Organisationen auf, Hilfe und Unterstützung für den Wiederaufbau Vietnams nach dem Krieg zu leisten.
Vietnam beteiligt sich zunehmend umfassend an der gemeinsamen Arbeit der UNO und leistet dabei substanzielle Beiträge. Vietnam war zweimal nichtständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats, und zwar in den Amtszeiten 2008-2009 und 2020-2021. Das Land hat zudem mehrere wichtige UN-Initiativen eingebracht, wie etwa Resolutionen des Sicherheitsrats zur Rolle von Frauen in der Phase nach Konflikten sowie zum Schutz lebenswichtiger ziviler Infrastruktur während bewaffneter Auseinandersetzungen. Die zunehmend aktive Beteiligung an der UNO hat dazu beigetragen, Vietnams Außenbeziehungen sowohl auf multilateraler als auch auf bilateraler Ebene zu vertiefen.
