Die Wasseroberfläche im Bau-Da-Mangrovenwald ist spiegelglatt. Das Wasser ist so klar, dass man vom Boot aus die Wasserpflanzen am Grund sehen kann. Zu beiden Seiten tauchen Grasdünen, bewaldete Hügel und Felsblöcke mal auf und mal ab. Weiter entfernt erstrecken sich weite Teppiche aus Lotus und Seerosen über das Wasser.

Die Bewohner erzählen, dass es in dieser Gegend Affen, viele Vogel- und Fischarten sowie die für Feuchtgebiete typischen Pflanzen wie Apfelmangrove gibt. Ein Einheimische in Hoa Thinh erzählt:

„Die Schönheit des Bau-Da-Sumpfs liegt darin, dass es hier Affen, Fische, Vögel sowie Apfelmangrove, Lotus und Seerosen gibt. Die Gegend ist wirklich wunderbar für Besucher. Die beste Reisezeit ist von Dezember des Vorjahres bis September oder Oktober des folgenden Jahres.“

Für den 70-Jährigen Dao Kim Thong und viele ältere Menschen im Dorf My Dien ist Bau Da kein einfaches Feuchgebiet, sondern Erinnerung an die Kriegszeit. Der Mangrovenwald mit seiner dichten Vegetation, umgeben von Bergen und Höhlen, hat damals den Einheimischen als Zufluchtsort gedient, erinnert sich Dao Kim Thong:

„Als die Bewohner damals vor den Feinden flohen, kamen sie mit Booten hierher und bauten Hütten unter dem riesigen Blätterdach, um Schutz zu suchen. Sobald man ein Flugzeug sah, versteckte man sich in den Büschen.“

Landschaften, Ökosystem, Geschichte und lokale Spezialitäten gelten nun als Ressourcen für die Bewohner in Hoa Thinh, die einen neuen Lebensunterhalt anstreben, darunter das Betreiben vom gemeinschaftsbasierten Tourismus in Verbindung mit dem Feuchtgebiet, sagt der Parteisekretär der Gemeinde Hoa Thinh, Phuong Van Lanh:

„Die Gemeinde hat bereits Erlebnistouren im Bau-Da-Mangrovenwald organisiert. In naher Zukunft wird ein Projekt zur Entwicklung des gemeinschaftsbasierten Tourismus entworfen, das die Gründung einer entsprechenden Genossenschaft vorsieht. Die Bewohner des Dorfes My Dien werden den Tourismus betreiben. Sie werden die Besucher auf Booten durch das Feuchtgebiet Bau Da rudern und als Reiseleiter fungieren, die die Naturlandschaft und Potentiale dort vorstellen.“

Diese Initiative erhält Unterstützung der Bewohner in Bau Da:

- Jeder Haushalt hier schafft sich ein Boot an, um Touristen im Rahmen dieser Tour zu betreuen.

- Wir haben Boote gekauft, um den Tourismus wie das Tourismusmodell im Landschaftskomplex Trang An in der Provinz Ninh Binh zu betreiben.

Bei einer professionellen Organisation werden die Bewohner des Dorfes My Dien in der Gemeinde Hoa Thinh nicht mehr nur Menschen sein, die am Rande des Waldes leben. Sie können selbst zu Bootsführern werden und die Geschichte ihrer Heimat erzählen.

Dann führt die Entdeckungsreise in Bau Da die Besucher nicht nur in einen unberührten Mangrovenwald, sondern vermittelt ihnen auch, warum dieses Gelände mit den Bewohnern in Hoa Thinh durch Zeiten des Krieges, des Friedens und des heutigen Lebensunterhalts eng verbunden ist.