Prozess gegen gestürzten ägyptischen Ex-Präsidenten Mursi vertagt

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Mursi-Anhänger bei einer Demonstration in Kairo. (Foto: Reuters)



(VOVworld) – Ein weiterer Prozess gegen den gestürzten, ehemaligen ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi ist nach wenigen Minuten vertagt worden. Zuvor kritisierte Mursi, der wegen "Spionage" mit dem Ziel der Verübung terroristischer Angriffe angeklagt ist, den Prozess als Farce.

Sein Anwalt El Awa zog sich wenig später aus Protest gegen eine schalldichte Box, in der Mursi auftreten musste, zurück. Der Prozess wurde daraufhin auf den 23. Februar vertagt, um die Ernennung neuer Anwälte zu erlauben.

Neben Mursi erschienen insgesamt 20 Angeklagte vor Gericht, darunter der geistige Führer der Muslimbruderschaft, Mohammed Badie, und dessen Stellvertreter, Chairat al-Schater.

Mursi und den anderen Angeklagten wird "Spionage für die internationale Bewegung der Muslimbruderschaft" vorgeworfen, einige sind zudem wegen Terrorakten angeklagt. Das Militär geht seit dem Sturz Mursis mit viel Härte gegen die Muslimbruderschaft vor, die jüngst zur Terrororganisation erklärt wurde.

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