Das Gefängnis Phu Quoc – Symbol für standhafte Willensstärke der revolutionären Kommunisten

(VOVWORLD) - Der besondere historische Denkmalkomplex “Gefängnis Phu Quoc”, ist ein Besucherziel für zahlreiche Touristen aus dem In- und Ausland, wenn sie die Insel Phu Quoc in der südvietnamesischen Provinz Kien Giang besuchen. Das Gefängnis ist ein Beweis für die Verbrechen des Kolonialismus und Imperialismus. Dieser Denkmalkomplex zeigt ebenfalls den standhaften Kampf der revolutionären Kommunisten, die in der Zeit des Kampfes gegen Kolonialisten und Imperialisten, im Gefängnis waren.

 

Das Gefängnis Phu Quoc – Symbol für standhafte Willensstärke der revolutionären Kommunisten - ảnh 1 Tigerkäfige - die barbarischste Foltermethode auf Phu Quoc. (Foto: Vinh Phong/ VOV5)

Das Gefängnis Phu Quoc, das auch als „das Kokospalmen-Gefängnis“ bekannt ist, befindet sich im Dorf Cay Dua in der Gemeinde An Thoi auf der Insel Phu Quoc. Am Anfang war es ein Gefängnislager, das von französischen Kolonialisten gebaut wurde, um vietnamesische Patrioten zu inhaftieren. 1967 baute das Saigon-Regime den Ort in ein neues Gefängnis um, auf einer Fläche von rund 400 Hektar. Es war das größte Gefängnis im Süden, in dem mehr als 32.000 Gefangene inhaftiert wurden.

Das Gefängnis umfasst zwölf Hauptbereiche, die von eins bis zwölf nummeriert wurden. Ende 1972 wurden zwei weitere Bereiche, 13 und 14, gebaut. In jedem Bereich gab es bis zu 3000 Häftlinge. Diese Bereiche wurden mit Stacheldrahtzäunen, einem Lichtsystem und drei bis vier Bataillonen als Aufsichtspersonen, die mit Waffen ausgerüstet wurden, geschützt. Vo Thi Thu Ha, die Mitarbeiterin des historischen Denkmalkomplexes „Gefängnis Phu Quoc“ sagte, im Zeitraum von 1967 bis 1973 seien mehr als 4000 inhaftierte Menschen im Gefängnis Phu Quoc gestorben und tausende weitere wurden verstümmelt. Ha weiter:
„Zahlreiche US-Touristen haben sich über die Foltertechniken empört, welche ihre amerikanischen Mitbürger anwendeten, um Vietnamesen zu foltern. Sie weinten und zündeten Räucherstäbchen in der Gedenkstätte an. Sie hat mir gesagt, es sei unvorstellbar, dass Amerikaner solche unmenschliche Foltermethoden anwendeten.“

Kriegsgefangene im Gefängnis Phu Quoc erlitten extreme Folterformen. Sobald sie ins Gefängnis eintraten, wurden sie geschlagen. An späteren Tagen wurden sie barbarisch gefoltert. Tagsüber waren sie der tropischen Hitze ausgesetzt. Als sie sich bewegten, wurden sie auf den Kopf geschlagen oder erschossen. Gefängnisaufseher schlugen Finger und Zehen von Gefangenen mit dem Stock oder brachen Zähne mit dem Hammer aus. Der Tourist Vasseul aus Frankreich ist sehr berührt:

„Gefängnisse in Saigon und auf Con Dao nutzten verschiedene extreme Foltermethoden. Die Gefangenen wurden in engen Räumen und in Container inhaftiert. Je mehr revolutionäre Kommunisten gefoltert wurden, desto solidarischer waren sie, um gegen Feinde zu kämpfen.“
Die barbarischste Foltermethode sind die sogenannten Tigerkäfige aus Stacheldraht. Der jeweilige Tigerkäfig ist nur einen Meter hoch und zwei Meter lang, in dem ein Gefangener weder lag noch saß. Wenn er sich bewegte, wurde er durch den Stacheldraht verletzt. Nachts wurden die in Tigerkäfigen inhaftierten Menschen geschlagen. Nach dem Krieg wurden zahlreiche Überreste von Gefangenen im Gefängnis Phu Quoc gefunden. Viele davon hatten Nägel in ihren Köpfen, Füßen oder Beinen. Diese Exponate sind im Ausstellungsraum des Denkmalkomplexes aufbewahrt worden. Touristin Khanh Ngoc aus Hanoi äußerte ihre Gefühle:
“Wir, die junge Generation, können uns nicht vorstellen, dass es im Leben solche grausamen und unmenschlichen Foltermethoden gab. Wir haben geweint. Wir bewundern die Willensstärke der Vorfahren und verstehen das Leid und das Opfer der revolutionären Gefangenen für die Unabhängigkeit und die Freiheit des Landes.“
Jährlich empfängt das Gefängnis Phu Quoc hunderttausende Touristen. Es sind ehemalige revolutionäre Gefangene und Touristen aus dem In- und Ausland. In der Zeit des Widerstandskampfes war das Gefängnis Phu Quoc die Schule für Patrioten, um ihren Kampfgeist zu stärken. Heutzutage besucht die junge Generation der Vietnamesen diesen Denkmalkomplex, um mehr über die Treue und das erbrachte Opfer der Vorfahren zu erfahren.

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