TPP schafft Sprungbrett für vietnamesische Unternehmen

(VOVworld) – Das Transpazifische Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (TPP) haben Vietnam und die TPP-Mitgliedsländer am 5. Oktober fertig verhandelt. Nun sollen vietnamesische Unternehmen die Chancen von TPP ausnutzen und Risiken minimieren, um sich zu entwickeln.

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Die Handelsminister der TPP-Länder bei der Verhandlung. (Foto: Xinhua/VNA)

 
Vietnam wird als das TPP-Mitglied, das am meisten von diesem Abkommen profitiert, betrachtet. Nach Schätzungen wird das TPP-Abkommen Vietnam dabei helfen, sein Bruttoinlandsprodukt um 23,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 und um 33,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 zu erhöhen. Dass große Märkte wie die USA, Japan und Kanada ihre Importzölle auf null Prozent senken, wird den Export Vietnams fördern. Unternehmen in den Bereichen Textilien und Schuhe werden wahrscheinlich einen Sprung des Exportvolumens verzeichnen. Unternehmen haben nun viele Chancen sich zu entwickeln, stehen aber auch vor Herausforderungen. Dazu Wirtschaftsexperte Nguyen Tri Hieu:

„TPP öffnet Vietnam große Chance, sich in die Weltwirtschaft zu integrieren. Die vietnamesische Wirtschaft wird sich sehr verändern. Die Exportstärken Vietnams wie Textilien, Landwirtschaftsprodukte und Meeresfrüchte profitieren am meisten davon.“

Die TPP-Mitgliedsländer sind wichtige Partner Vietnams im Export. Der Anteil der Waren, die Vietnam in die USA und Japan exportiert, beträgt 40 Prozent der gesamten Waren die in die elf TPP-Mitgliedsländer exportiert werden. Bei TPP-Verhandlungen wurde die vietnamesische Textilindustrie als Branche bezeichnet, die am meisten vom TPP profitiert. Jedoch, um die Forderungen des TPP decken zu können, müssen sich vietnamesische Textilunternehmen stark bemühen, vor allem in der Erfüllung der Regeln nach der Herkunft der Produkte. Am schwersten für vietnamesische Unternehmen ist die Erfüllung des „yarn forward“-Prinzips, welches besagt, dass Vietnam nur Garne und Stoffe aus TPP-Ländern verarbeiten darf. Heute stammt aber ein Großteil dieser Grundstoffe nicht aus TPP-Ländern. Dazu Ngo Duc Hoa, der Vorstandsvorsitzende der Textilfirma Thang Loi:

„Derzeit ist das Schwierigste für Unternehmen die Herkunft der Textilien. Wenn Unternehmen Materialien aus den USA und Japan importieren, sind die Kosten zu hoch.“

Vietnamesische Unternehmen haben sich schrittweise für die Integration vorbereitet. Der vietnamesische Textilkonzern Vinatex hat mit Ministerien und Provinzen zusammengearbeitet, um Regionen für die Materialien aufzubauen. Vietnam hat mehr Stärke, Geschicklichkeit und Erfahrungen in der Textilindustrie als andere asiatische Länder. Deshalb wird das TPP dieser Branche viel Beachtung bringen.

Vietnam ist derzeit eines der 15 Länder, die am meisten Landwirtschaftsprodukte in die USA exportieren, vor allem Kaffee, Cashewnüsse, Pfeffer und Tee. Japan ist auch der drittgrößte Exportmarkt Vietnams für Kaffee und Gemüse. Andere Märkte wie Australien und Mexiko sind auch große Absatzmärkte Vietnams. Jedoch stoßen die Zuckerindustrie und Pharmaindustrie Vietnams auf Schwierigkeiten. Das TPP zwingt Vietnam, seinen Markt zu öffnen und Importquoten aufzuheben. Die Zuckerindustrie wird viele Schwierigkeiten haben, wie beispielsweise die hohen Produktionskosten. Auch die Milchproduktion Vietnams stößt auf Schwierigkeiten, weil Australien und Neuseeland, zwei TPP-Länder, eine weit entwickelte Milchindustrie haben.

Falls vietnamesische Unternehmen Chancen gut nutzen und Risiken vermindern können, können sie sich entwickeln und erfolgreich in die Weltwirtschaft integrieren.

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