Monat der Arbeiter: mehr über die Arbeit der Bergleute erfahren

(VOVWORLD) - Täglich müssen Bergleute hunderte Meter unter der Erde arbeiten. Das ist eine harte Arbeit. Zum Tag der Arbeit im Mai erfahren sie etwas über Arbeitstage der Bergleute. 
Monat der Arbeiter: mehr über die Arbeit der Bergleute erfahren - ảnh 1 Bergleute im Kohlegebiet Quang Ninh. (Foto: baoquangninh.com.vn)

Obwohl es 5Uhr30 früh morgens ist, ist die Arbeitsatmosphäre im Kohleunternehmen Ha Lam in der Stadt Halong in der nordvietnamesischen Provinz Quang Ninh sehr lebhaft. Die erste Schicht wird bald beginnen. Im Kohlegebiet Quang Ninh befinden sich zahlreiche Kohlegruben mit mehr als 100.000 Arbeitern, die meisten sind Bergleute. Bevor Bergleute in die Gruben fahren, werden sie mit Arbeitskleidung, Grubenlampen und Sauerstoffflaschen versorgt.

Ein Arbeitstag wird in drei Schichten eingeteilt. Jede Schicht dauert acht Stunden, deshalb bringen Bergleute Brot und Milch für die Pause mit. Ich gehe gemeinsam mit einem Bergmann zu einem Schacht, der zum Transport von Bergleuten zur Grube führt, die 300 Meter unter der Meeresoberfläche liegt. Ich frage einen Bergmann: Was ist der Unterschied zwischen früher und heute bei der  Arbeit von Bergleuten?

“Früher mussten Bergleute viel zu Fuß gehen und selbst Kohle transportieren. Heute fahren wir mit Personentransportwagen zu den Arbeitsorten. Der Bergbau ist heute mit modernen Geräten ausgerüstet. Der Kohleertrag und das Einkommen der Bergleute ist damit höher.”

In den Kohlegruben sind der Luftfeuchtigkeitsgehalt und der Luftdruck sehr hoch. Für manche Arbeiter kann es passieren, ihr Bewusstsein zu verlieren. Haben Sie Schwierigkeiten bei der Arbeit?
”Seit 24 Jahren bin ich von Beruf Bergmann. Wenn man draußen mit Tageslicht arbeitet, wird man im dunklen Kohlebergbau am Anfang an Schwierigkeiten haben. Als ich Anfänger war, erhielt ich Anweisungen und die Unterstützung meiner Vorgänger. Jetzt unterstütze ich meine Nachhfolger.”

Was ist ihre unvergessliche Erinnerung?

“Der tödliche Unfall meines Kollegens ist für mich eine unvergessliche Erinnerung. Wenn ein Kollege verletzt wird, kümmern wir uns umgehends um ihn. Wenn ich Gefahr sehe, warne ich andere davor. Das ist meine Verantwortung.”

Nach der Arbeitszeit kehren Bergleute der 3. Schicht zur Erde zurück. Obwohl sie müde sind und ihre Gesichter mit Kohlestaub bedeckt werden, lächeln sie, wenn ich Fotos mache. Ich besuche ein Wohngebiet der Bergleute, um mich über ihr Leben nach der Arbeit zu erkundigen. Ein Bergmann sagt:

”Das Kohleunternehmen versorgt uns mit Wohnraum mit Trinkwasser und Strom. Der Mietpreis ist billiger als der Mietpreis der Wohnungen, die wir selbst suchen. Die Sicherheit hier ist gewährleistet. In den Wohngebieten der Bergleute gibt es einen Sportraum, in dem wir beispielsweise Tischtennis, Fußball und Volleyball spielen können. Es gibt hier auch drei Zimmer für die Besucher, die unsere Angehörige sind.”

Ich besuche ebenfalls das Haus des Bergsmanns Nguyen Van Phuong, der mit zahlreichen Initiativen für die Produktion als ausgezeichneter Arbeiter geehrt wurde. Nach einem harten Arbeitstag geht er nach Hause. Phuong sagt:

 ”Monatlich verdiene ich mehr als 1200 Euro. Das ist ein relativ hohes Lohnniveau. Für mich ist es allerdings noch nicht genug. Ich werde mich mehr anstrengen. Ich werde weitere Ideen vorschlagen, die eine höhere Arbeitsproduktivität bringen können.”

Phuongs Erfolge sind der Unterstützung seiner Ehefrau zu verdanken. Phuongs Ehefrau sagt:

“Wenn Medien über ein Grubenunglück berichten, bin ich sehr besorgt. Manchmal habe ich Angst davor. Wenn mein Mann nach Hause zurückkehrt, bin ich sehr glücklich. Deswegen ermögliche ich es meinem Mann, sich auf seine Arbeit zu konzentrieren.”

Obwohl die Bergbauarbeit eine harte und risikovolle Arbeit ist, sind Bergleute immer optimistisch. Sie lieben ihren Beruf. 

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