Dien Bien will die immateriellen Kulturidentitäten bewahren

(VOVWORLD) - Die Provinz Dien Bien hat zwei nationale immaterielle Kulturschätze. Das Wasserschlacht-Fest der ethnischen Minderheit Lao im Dorf Na Sang in der Provinz Dien Bien und die Kunst zur Schaffung der Ornamente auf der Tracht der Mong-Volksgruppe im Kreis Muong Cha. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung zur Bewahrung und Entfaltung der immateriellen Kulturwerte der Verwaltung und der Bewoner in der Provinz Dien Bien. 
Dien Bien will die immateriellen Kulturidentitäten bewahren - ảnh 1Die Kunst zur Schaffung der Ornamente auf der Tracht der Mong. (Foto: Lan Anh) 

In den vergangenen Tagen haben sich die ethnische Minderheit der Lao im Dorf Na Sang in der Provinz Dien Bien darüber sehr gefreut, dass das Kulturministerium ihr Wasserschlacht-Fest als nationales immaterielles Kulturerbe anerkannt hat. Das ist ein großer Erfolg für die Mühe der Bewohner zur Bewahrung ihrer Kulturidentität vor der Integration der modernen Kultur. Deswegen wurde das Wasserschlacht-Fest in diesem Jahr im Dorf feierlicher und herzlicher begangen. Damit wünschen sie sich eine ertragreiche Ernte, Glück und Gesundheit. Ferner wollen sie dadurch die junge Generation erziehen, verantwortungsvoll für die traditionelle Kultur zu leben. Die Vorsteherin für das Hauptritual im Wasserschlacht-Fest im Dorf Na Sang, Luong Sao May zeigt sich stolz auf ihre Kultur:

“Heute sind die Bewohner im Dorf Na Sang stolz darauf, dass ihr Wasserschlacht-Fest als nationales immaterielles Kulturerbe anerkannt wurde. Das ganze Dorf ist sehr begeistert und feiert heute groß. Wir werden zusammen die traditionelle Kultur bewahren und an unsere junge Generation übertragen.”

Die Bewahrung und Fortführung der traditionellen Kultur der jeweiligen Volksgruppen sind heute nicht nur die Wünsche der Älteren und Künstler, sondern die Verantwortung der ganzen Gemeinschaft. Die Leiterin der Kulturabteilung im Kreis Dien Bien, Pham Minh Chau sagt, die Behörde werde die Kulturidentitäten der einheimischen Volksgruppen bewerben und aufbewahren.

“Nach der Anerkennung sollten wir die Bewahrung fortsetzen. Die Einmischung von anderen Kulturen sollte verhindert werden. Darauf müssen wir achten und die Bewohner orientieren.”

Bislang hat die Provinz Dien Bien die vorbildlichen Kulturschätze der 18 Volksgruppen bewahrt und als nationale immaterielle Kulturschätze gekürt. Darunter sind der Ahnenkult der Vorfahren und das Blumenfest der Volksgruppe Cong, das Dorffest der Volksgruppe Ha Nhi, Xinh Min, Si La und das Gebet für die Verwandschaft der Volksgruppe Khang. Die Provinz hat mit dem Konservatorium kooperiert, um die Unterlagen für den Tanz der Volksgruppe Thai auszuarbeiten und dann der UNESCO vorzulegen. Damit wird der Tanz möglich als das immaterielle Kulturerbe der Menschheit anerkannt. Laut dem Entwurf zur Bewahrung und Entwicklung der Kultur der ethnischen Minderheiten in der Provinz Dien Bien im Einklang mit der sozialwirtschaftlichen Entwicklung bis 2020 sollen 100 Prozent der Kultur aller Volksgruppen in der Region zusammengefasst und eingeschätzt werden. Die vorbildlichen Kulturidentitäten sollen aufbewahrt und fortgesetzt werden. Dazu sagt der Vize-Direktor der Behörde für Kultur, Sport und Tourismus der Provinz Dien Bien, Dao Ngoc Luong:

“Zahlreiche Volksgruppen können heute ihre Kultur nicht bewahren. Wenn man über ein Kulturerbe forscht, braucht man viel Zeit und Dokumente. Damit kann man die Herkunft und die Entwicklung in bestimmten Phasen jeder Volksgruppe erkunden. Heute treiben wir die Forschung voran und wollen bis 2020 grundsätzlich die Geschichte und die Herkunft von 19 ethnischen Minderheiten in der Provinz Dien Dien umfassen.”

Mit großem Potenzial ist die Anzahl der nationalen Kulturschätze in der Provinz Dien Bien allerding noch gering. Die jüngste Anerkennung ist die Auszeichnung für die Mühe der Verwalter und der Bewohner in Dien Bien bei der Bewahrung und Forcierung ihrer Kultur und beim Aufbau des kulturellen Lebens einer Bergprovinz im Norden.

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