Kubas Präsident Fidel Castro in den Erinnerungen der Bewohner in Quang Tri

(VOVWORLD) - Vor genau 50 Jahren besuchte Kubas Präsident Fidel Castro die Provinz Quang Tri, die Befreiungszone Südvietnams. Dieser Besuch bleibt bei den Bewohnern vor Ort in Erinnerung. Das Bild, auf dem der kubanische Staatschef die Flagge hochhielt und sagte: „Für Vietnam ist Kuba bereit, sein Blut zu opfern“, ist zum Symbol für die Freundschaft zwischen beiden Ländern geworden. 
Kubas Präsident Fidel Castro in den Erinnerungen der Bewohner in Quang Tri - ảnh 1Die Statue von Präsident Fidel Castro im Fidel-Park in der Stadt Dong Ha in der Provinz Quang Tri. (Foto: VOV)

Dass eine junge Frau in Quang Tri, das durch Blindgänger schwer verletzt wurde, von Präsident Fidel Castro während seines Vietnam-Besuchs im September 1973 gerettet wurde, ist eine historische Geschichte geworden. Sie heißt Nguyen Thi Huong. Damals beschäftigten sich die 17-jährige Huong und zahlreiche Jugendliche in der Gemeinde Vinh Thanh im Kreis Vinh Linh damit, Bombenkrater dem Erdboden gleichzumachen. Plötzlich explodierten Blindgänger. Huong und fünf weitere Personen wurden schwer verletzt. Zu diesem Zeitpunkt waren Präsident Fidel Castro und seine Delegation am Ben Hai-Fluss angekommen. Fidel Castro entschied sich, einige Verletzte mit einem der Fahrzeuge der kubanischen Delegation ins Krankenhaus Vinh Linh zu bringen. Nach einer Woche im Krankenhaus bekamen Huong und die anderen Verletzten Geschenke des kubanischen Präsidenten. Daran erinnert sich Huong:

„Damals war ich schwer verletzt. Jetzt bin ich gesund. Ich bin verheiratet und habe Kinder. Ich betrachte Fidel Castro als meinen Vater.“

Die ehemaligen Leiter des Kreises Cam Lo erinnern sich ständig an den kubanischen Staatschef, der trotz des Bombardements an der Front war. Der ehemalige Sekretär der Parteileitung des Kreises Cam Lo, Duong Tu Anh, erzählte, dass Menschen damals über ein Meeting mit der Anwesenheit eines besonderen Gastes am 15. September auf dem Militärstützpunkt 241 informiert worden seien. An diesem Tag seien Offiziere, Soldaten und zahlreiche Bewohner der Provinz Quang Tri beeindruckt gewesen, als sie Präsident Fidel Castro begrüßen konnten. Dabei erklärte Fidel Castro: „für Vietnam ist Kuba bereit, sein Blut zu opfern“. Dieses Wort ging in die Geschichte ein und pflegte die Freundschaft zwischen beiden Ländern. Dazu Duong Tu Anh:

„Das damalige Meeting fand in einem besonderen Zustand statt. Zwölf Kilometer von dem Treffpunkt entfernt, lag ein Militärstützpunkt von Feinden. Als Fidel Castro die Flagge der Nationalen Front für die Befreiung Südvietnams hochhielt, applaudierten die Soldaten und Bewohner laut.“

Kubas Präsident Fidel Castro in den Erinnerungen der Bewohner in Quang Tri - ảnh 2Der ehemalige Sekretär der Parteileitung des Kreises Cam Lo, Duong Tu Anh. (Foto: VOV)

Nach dem Treffen auf dem Militärstützpunkt 241 besuchte Präsident Fidel Castro am selben Tag das Hauptquartier der Provisorischen Revolutionsregierung der Republik Südvietnam in der Kleinstadt Cam Lo im Kreis Cam Lo. Er hatte ein Mittagessen mit den Mitgliedern der Provisorischen Revolutionsregierung. Der Vorsitzende des Volkskomitees der Provinz Quang Tri im Zeitraum 1999-2004, Nguyen Minh Ky, war beim damaligen Empfang dabei. Er erinnert sich:

„Dass ein Staatschef aus einem lateinamerikanischen Land in der Kriegszeit Vietnam besuchte, war eine große Ermutigung für die Bewohner in Quang Tri. Er hatte keine Angst vor dem Bombardement. Für Menschen in Südvietnam im Speziellen und für das vietnamesische Volk im Allgemeinen ist Fidel Castro eine Respektsperson.“

Der damalige Militärstützpunkt 241 ist heute das Dorf Tan Phu der Gemeinde Cam Thanh. Dort sind nun Kautschukwälder und Pfefferfelder zu sehen. Der Weg zum Militärstützpunkt 249 wurde ausgebaut. Dazu der Vize-Vorsitzende des Volkskomitees des Kreises Cam Lo, Nguyen Thanh Bac:

„Gleich nach der Befreiung war der Kreis Cam Lo sehr gefährlich. Der Besuch von Präsident Fidel Castro ermutigte die Offiziere, Soldaten und Bewohner in Cam Lo aber auch im ganzen Land, weiterhin zu kämpfen. Damit wurde das Land im Jahr 1975 wiedervereinigt.“

Nach 50 Jahren ist Präsident Fidel Castro für Vietnamesen noch immer ein Symbol für das revolutionäre Heldentum und für den Wunsch nach Freiheit und Glück von Friedensliebhabern in der Welt.

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