Perspektive der Verbesserung der Beziehungen zwischen USA und China

(VOVWORLD) - Am 23. Juni hat das US-Handelsministeium wegen der Zwangsarbeit-Vorwürfe die Einfuhrblokade gegen fünf chinesische Unternehmen eingeführt. Im Vergleich zu vorherigen Maßnahmen ist der Umfang der Blockade diesmal klein. Jedoch sorgt man sich eigentlich um den Kontext der Entscheidung, weil sie den Zustand der Beziehungen beider Länder mit vielen Herausforderungen widerspiegelt.
Perspektive der Verbesserung der Beziehungen zwischen USA und China - ảnh 1US-Präsident Joe Biden. (Foto: Reuters) 
Die fünf chinesischen Firmen auf einer Schwarzen Liste des US-Handelsministeriums  sind die großen Unternehmen, die Solarkomponenten herstellen. In der Tat verschlechtern sich die Beziehungen der zwei weltgrößten Wirtschaften derzeit ernsthaft. Zuvor hatte man erwartet, dass sich die USA-China-Beziehungen nach dem Amtsantritt von US-Präsident Joe Biden im Januar 2021 verbessern könnten. 

Harte Aktionen der USA gegen China

Die neue Blockade wurde veröffentlicht, als US-Präsident vor fast drei Wochen eine Verfügung unterschrieb, wonach Amerikanern der Handel mit Wertpapieren von zunächst 59 chinesischen Firmen ab dem 2. August verboten wird. Ihnen wurde vorgeworfen, mit dem chinesischen Staatsapparat und Militär zusammenzuarbeiten. Mit ihrer Überwachungstechnologie würden sie zu Menschenrechtsverletzungen beitragen, lautet der Vorwurf. 

Die neuen Maßnahmen gegen China wurden zu einem Zeitpunkt ergriffen, an dem die USA mit ihren Verbündeten viele andere harte Aktionen eingeführt hatten. Bemerkenswert waren die Standpunkte und Aktionen, die vom US-Präsidenten Joe Biden bei seiner ersten Dienstreise in Europa im Juni gefördert wurden. Demnach hat der Nordatlantikpakt NATO unter Führung der USA zum ersten Mal eine gemeinsame Erklärung abgegeben, in der es betont wurde, dass die Verstärkung der militärischen Stärke Chinas  „systematische Herausforderungen“ erschaffen hat und eine Bedrohung ist. Währenddessen hat das Gipfeltreffen der Gruppe der sieben führenden Industrieländer, deren Mitgliedsländer Verbündete der USA sind, ebenfalls durch eine Erklärung ihren Standpunkt über eine Reihe von heiklen Fragen geäußert, die von China stets geleugnet wurden, darunter die Fragen von Hongkong, Taiwan und Xinjiang Chinas. Darauf hat China heftig reagiert. 

Tatsächlich steht die Perspektive der Verbesserung der Beziehungen der zwei weltgrößten Wirtschaften in kurzer Zeit vor großen Herausforderungen. 

Herausforderungen der Verbesserung der Beziehungen

Bevor die USA neue Blockaden gegen chinesische Unternehmen gesetzt hatten, erwarteten einige Beobachter eine Möglichkeit der Verbesserung der USA-China-Beziehungen. Eine Grundlage dafür liegt in der möglichen Veranstaltung des ersten Gipfeltreffens zwischen den USA und China, wenn US-Präsident Joe Biden und der chinesische Staatspräsident Xi Jinping im kommenden Oktober an einem Gipfel der Gruppe der 20 wichtigsten Schwellen- und Industrieländer im italienischen Rom teilnehmen werden.  

Jedoch gibt es zwischen den USA und China, vielen Analytikern zufolge, zu viele Meinungsverschiedenheiten, vom Handelsstreit bis hin zum Streit um die Menschenrechte, die Lage im Ostmeer und viele andere Fragen. Die Beziehungen zwischen den USA und China befinden sich seit vielen Jahrzehnten derzeit auf dem niedrigsten Zustand, der sogar mit dem Zustand des „Kalten Krieges“ verglichen wird. Daher ist es schwierig und kaum realisierbar, ein Gipfeltreffen in dieser oder in der kommenden Zeit zu veranstalten. Und auch wenn es durchgeführt wird, wird die Möglichkeit zum Erreichen positiver Ergebnisse gering sein, ähnlich wie bei der Konferenz der diplomatischen Beamten beider Länder im März im US-Bundesstaat Alaska. 

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