Mahlzeit zum Vertreiben des Unglücks und den Empfang des Neujahres der Nung

(VOVworld) – Wie andere Völker feiern die Nung das Neujahr nach dem Mondkalender, genauso wie die Kinh, und damit das größte Fest im Jahr. Das Neujahrsfest der Nung ist eng mit einigen einzigartigen Sitten und Bräuchen verbunden, darunter die Mahlzeit zum Vertreiben des Unglücks zum  Ende des Jahres. Diese Mahlzeit wird von den Nung Phan Slinh in Lang Son von Generation zu Generation weitergegeben.

Mahlzeit zum Vertreiben des Unglücks und den Empfang des Neujahres der Nung - ảnh 1
Die Nung beim Essen.


Das Neujahrsfest der Nung Phan Slinh beginnt mit einer Mahlzeit zum Vertreiben des Unglücks am letzten Tag des alten Jahres nach dem Mondkalender. Das Hauptgericht besteht aus Entenfleisch. Laut den Nung Phan Slinh ist die Ente das beste Tier zum Vertreiben des Unglücks. Dazu Luong Van Bach, ein Nung in Lang Son:

„Der letzte Tag des alten Jahres ist der Wechseltag zwischen dem alten und dem neuen Jahr. Bei der letzten Mahlzeit des alten Jahres muss es Entenfleisch geben, um das Unglück zu vertreiben. Das Unglück des alten Jahres wird vertrieben, um das Glück im neuen Jahr zu begrüßen. Damit wünschen wir uns Gesundheit, Frieden und dass unsere Kinder und Enkelkinder gut lernen.“

Das Entenfleisch bei der letzten Mahlzeit des Jahres kann zu mehreren Gerichten verarbeitet werden, zum Beispiel geröstete Ente mit Mac Mat-Blättern und Honig, gekochte Ente und gekochte Ente mit wildem Gemüse. Aber bemerkenswert ist gekochte Ente mit Sauerbambus. Aber egal wie das Entenfleisch zubereitet wird, es muss aufgegessen werden und darf nicht mit ins neue Jahr genommen werden.

Außerdem bereiten die Nung Gerichte für das Neujahr vor. Dazu Hoang Van To, ein Nung Phan Slinh in Lang Son:

„Die Sitten und Bräuche in unseren Dörfern wie Kleidung, Essen und Beten zum Neujahrsfest sind unterschiedlich. Beispielsweise muss es als Opfergabe an die Vorfahren zum Neujahr Klebreis-Kuchen, Kapaun, Banh Bong- und Banh Khao-Kuchen geben. Diese Kuchen werden auch aus Klebreis gemacht.“

An den ersten Tagen des neuen Jahres wird der Altar der Nung-Familien sauber gemacht und mit rotem Papier verziert. Auf den Altar werden Gerichte wie Klebreiskuchen, gekochter Kapaun, Süßigkeiten, Schweinefleisch und Obst gestellt. Räucherstäbchen werden in der Küche und vor dem Haus angezündet. Auf dem Altar müssen immer Räucherstäbchen brennen. In der Nacht des letzten Tages des alten Jahres und des ersten Tages des neuen Jahres dürfen die Nung keine Feuer auf der Straße entzünden.

Nach der letzten Mahlzeit des alten Jahres wartet die ganze Familie auf die Wechselzeit zwischen beiden Jahren. Zum richtigen Zeitpunkt zünden alle Familien Räucherstäbchen an und öffnen die Türen. Die Mädchen bringen Wassereimer zu den Bächen, um Wasser zu holen und damit Glück zu empfangen.

Am ersten Tag des neuen Jahres darf man die Häuser nicht fegen, keine Kleidung waschen und keine Mörser und Stößel benutzen. Am Vormittag des Neujahrstags besuchen die Nung niemanden, weil sie fürchten, dass sie das Glück wegbringen. Ab Nachmittag besuchen sie ihre Nachbarn und Verwandten und beglückwünschen sich zum Neujahr. Nach den Sitten von Generationen wird ein alter gesunder Bauer mit vielen Kindern und Enkelkindern ausgewählt, der jede Familie besucht und Glück für das neue Jahr wünscht. Dann klebt dieser Mann ein quadratisches Stück rotes Papier auf den Viehstall jeder Familie. Die Nung glauben, so vermehrt sich das Vieh gut. Der Mann wird von allen Familien sehr herzlich empfangen und bekommt viel Kuchen als Geschenk.

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