Bewahrung der historischen und kulturellen Gedenkstätten in Vietnam

(VOVworld) - Vietnam bemüht sich seit mehreren Jahren, seine historische und kulturelle Gedenkstätten zu bewahren. Zur Lösung dieser Aufgaben braucht Vietnam die Zusammenarbeit verschiedener Behörden und Organisationen. Vietnam müsse seine Gedenkstätten besonders vor der Globalisierung schützen, warnen Experten.


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Vietnam will seine historische und kulturelle Gedenkstätten stärker bewahren.
(Foto:viettaco.com)

 
Landesweit gibt es in Vietnam mehr als 40.000 Gedenkstätten. Rund 3000 davon haben eine besondere historische und kulturelle Bedeutung. Deshalb stehen diese Gedenkstätten unter besonderem Schutz. Die Vielfältigkeit der Gedenkstätten ist für die nächsten Generationen ein wertvoller Schatz. In den vergangenen Jahren sind viele dieser Gedenkstätten, bedingt durch Wetter oder durch den Krieg zum Teil beschädigt worden. Eine Restaurierung sei daher unbedingt notwendig, sagt der Leiter der Behörde zum Schutz der Gedenkstätten in Hanoi, Nguyen Doan Tuan.

„Meiner Meinung nach sollten zuerst die Gedenkstätten restauriert werden, die schon stark beschädigt sind. Wir sollten möglichst das gleiche Material wie vorher verwenden. Die alte Konstruktion sollte auch behalten bleiben, also möglichst keine Veränderungen.“

Touristen sind eine wichtige Geldquelle, um die Gedenkstätten in Vietnam zu restaurieren. Dabei werden die Besucher über die Geschichte, die historischen und kulturellen Werte der Gedenkstätten informiert. Der Direktor des Literaturtempels in Hanoi Dang Kim Ngoc sagt, die Bewahrung und die öffentliche Zugänglichkeit der Gedenkstätten müssten immer parallel laufen.

„Täglich empfangen wir mehrere Tausend Gäste aus aller Welt. Dabei informieren wir sie über die Geschichte und die Bedeutung des Literaturtempels. Gleichzeitig führen wir Arbeiten aus, um die Einrichtungen zu restaurieren. Die Schutzmaßnahmen sind wichtig und notwendig für die Bewahrung der Gedenkstätte.“

Die Bewahrung der Gedenkstätten ist nicht nur die Aufgabe der Behörden sondern der gesamten Bevölkerung. Das Bewusstsein der Bürger gegenüber der Bewahrung der Gedenkstätten müsse verbessert werden, sagt der Direktor des Revolutionsmuseums in Hanoi, Pham Quoc Quan.

„Die Kulturorganisation der Vereinten Nationen, UNESCO empfiehlt den Ländern, die Einheimischen stärker über den Schutz und die Bewahrung der Gedenkstätten zu informieren. Bürger müssen eigene Initiativen ergreifen, um die Gedenkstätten in ihrer Region zu schützen. Bisher haben die Bürger wenig zum Schutz der Gedenkstätten beigetragen. Dies muss aber verbessert werden.“

Die Mitarbeiterin des Kulturministeriums Nguyen Thi Minh Ly schließt sich dieser Meinung an.

„Wenn die Bürger den Schutz der Gedenkstätten übernehmen, werden die historischen und kulturellen Werte in der Bevölkerung bewahrt und verbreitet. Sie werden damit von Generation zu Generation weiter geleitet.“

Experten zufolge sollte die Verwaltung und die Bewahrung der Gedenkstätten einheitlich geführt werden. Dabei spielt die Anwendung moderner Technologien eine große Rolle. Empfehlungen der Experten sind wichtig für die Verwaltung und Bewahrung der Gedenkstätten. Schließlich soll der Schutz der Gedenkstätten dazu beitragen, die Wirtschaft sowie den Kulturaustausch zu stärken.

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