Reform bei Unternehmen in Ho Chi Minh Stadt

(VOVworld) – Prognosen zufolge stehen Unternehmen landesweit in diesem Jahr vor großen Schwierigkeiten. Die Kaufkraft der Bürger ist leicht gesunken. Die Banken verschärfen ihre Auflagen für Kredite. Die Unternehmen in Ho Chi Minh Stadt wollen all diese Hürden überwinden.


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Herstellung der Schuhe in einer Fabrik in Vietnam. (Foto: VOVonline)


Das Schuhunternehmen Vien Thinh in Ho Chi Minh Stadt wurde vor fünf Jahren gegründet. Zu diesem Zeitpunkt stand die Welt vor einer Wirtschaftskrise. Trotzdem erreichte das Unternehmen seit seiner Gründung jährlich einen Umsatzzuwachs von rund 30 Prozent. Das Unternehmen ist vor allem auf dem vietnamesischen Markt tätig. Jährlich investiert Vien Thinh umgerechnet mehr als 500.000 US-Dollar in die Produktion. Schuhe mit Markenzeichen wie Vitco, Rich und Hodono Ever, die das Unternehmen Vien Thinh produziert, haben in den vergangenen Jahren rund 80 Prozent des gesamten Schuhmarkts in Vietnam übernommen. Dazu der stellvertretende Direktor des Schuhunternehmens Vien Thinh, Lam Tung Quan.

„Der Schuhmarkt in Vietnam ist vielversprechend. Wir müssen den Markt aber genau erforschen. Vien Thinh produziert Schuhe von hoher Qualität. Die Produktionstechnologie wurde importiert. Viele unsere Mitarbeiter haben vorher mehrere Jahre lang in ausländischen Schuhfirmen gearbeitet. Unsere Schuhproduktion ist vor allem für Kunden in Vietnam vorgesehen.“

Jedes Unternehmen in Ho Chi Minh Stadt verfolgt seine eigene Produktionsstrategie. Die Marktkette Saigon Co op führte jüngst verschiedene Maßnahmen durch, um die Tagesumsätze zu erhöhen. Saigon Co op hat ferner die Aufgabe von der Stadtverwaltung, mit ihrer Verkaufspolitik  und der Hilfe der Stadt die Konsumpreise in der Stadt möglich stabil zu halten. Die Handelskette will in diesem Jahr die Zusammenarbeit mit den Genossenschaften vertiefen. Daneben wolle Saigon Co op stärker in die Logistikbranche investieren, sagt der Vorstandvorsitzende der Firma, Nguyen Ngoc Hoa.

„Die Politik unseres Unternehmens sieht weiterhin vor, die Produktionssortimente auszuweiten. Wir wollen unsere Handelskette und das Handelszentrum ausbauen. Wir werden dazu auch unser Logistiksystem modernisieren.“

Vietnamesischen Unternehmen fehlen derzeit vor allem Investition,  Kompetenzmanagement und moderne Technologie für die Produktion. Die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen ist deshalb noch eingeschränkt. Der Schutz sowie die Werbung für vietnamesische Produkte haben noch Nachholbedarf. Vietnamesische Unternehmen sollten Unternehmensketten bilden, um nicht allein am Markt zu stehen und einander zu unterstützen. Wenn Vietnam im Jahr 2015 der transpazifischen strategischen Wirtschaft- Partnerschaft beitritt, werden die Zollmaßnahmen im Verbund der Mitgliedsländer gelockert, Zölle werden entfallen. Dazu der stellvertretende Vorsitzende des Unternehmensverbands von Ho Chi Minh Stadt, Pham Ngoc Hung.

„Die Unternehmen sollen zunächst ihre Stärken und ihre Schwächen einschätzen und den Markt analysieren. Danach können sie eine zukunftsträchtige Strategie für ihre Produktion festlegen. Ihre Hauptproduktionslinie sollte auf dem Markt überleben.“

Wirtschaftsexperten zufolge bekommen vietnamesische Unternehmen ab 2015, wenn Vietnam als TPP-Mitglied aufgenommen wird, harte Konkurrenz. Ab dann entfällt nämlich der Importzoll auf alle Produkte der TPP-Mitgliedsländer. Vietnamesische Unternehmen müssen sich auf einen fairen, aber harten Konkurrenzkampf vorbereiten. Sie müssen ein Konzept entwickeln, um in der Marktwirtschaft zu überstehen und sich nachhaltig weiter zu entwickeln.

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