Südostasien-Politik der USA nach der Präsidentschaftswahl

(VOVWORLD) - Die Präsidentschaftswahl in den USA befindet sich im Countdown. Der Wahlkampf zwischen Donald Trump und Joe Biden um den US-Präsidenten zieht die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf sich. Als wirtschaftliche und militärische Weltmacht wird der Wechsel des Staatsoberhauptes Situationen zahlreicher großer Ereignisse in der Welt, darunter Asien, sicherlich beeinflussen. Das Ergebnis der bevorstehenden Präsidentschaftswahl wird einen Dominoeffekt für diese Region auslösen.
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US-Präsident Donald Trump (l.) und der Kandidat der demokratischen Partei Joe Biden beim letzten Duell in Nashville. (Foto: AFP/ VNA)

In einigen Tagen ist die Präsidentschaftswahl in den USA. Wie das Wahlergebnis die Zusammenarbeit und die Entwicklung in der Politik, Sicherheit und Wirtschaft zwischen den USA und dieser Region in der Zukunft beeinflusst, zieht die Aufmerksamkeit von Analytikern und Gelehrten in der Region und in der Welt auf sich.

Die “Pivot”-Strategie der USA

Die Entwicklung der strategischen Partnerschaft zwischen den USA und Südostasien in den vergangenen zehn Jahren begann in der Amtszeit des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama. In Obamas Amtszeit förderten die USA die Pivot-Strategie “Asia-Pacific Rebalance” statt der „Asia-Pivot-Strategy”. Ein wichtiger Fortschritt in der Asien-Politik von Obamas Regierung war die Einrichtung eines Rahmens der kontinuierlich Zusammenarbeit mit südostasiatischen Staaten. Außerdem verstärkten die USA die Zusammenarbeit in der Politik und im Militär mit ihren Verbündeten im asiatisch-pazifischen Raum und schlugen das transpazifische Partnerschaftsabkommen (TPP) vor. Diese hätten sich verändert, nachdem Donald Trump die Macht ergriffen hatte. Gleich nach seinem Amtsantritt kündigte Präsident Trump an, die USA würden sich aus dem Handelsabkommen TPP zurückziehen. Im November desselben Jahres verkündete Trump die Indopazifik-Strategie, die die Obama Strategie “Asia-Pacific Rebalance” ersetzte. 

Wesentlich basieren die von Trump und Obama gestarteten Strategien für den asiatisch-pazifischen Raum auf geopolitischen Strategien asiatischer und südostasiatischer Staaten. In der Tat handelt es sich bei Trumps Indopazifik-Strategie um eine umfassende Strategie einer Konkurrenz zum Bremsen des chinesischen Einflusses in dieser Region, statt der Umsetzung der Zusammenarbeit mit asiatischen Ländern in zahlreichen Bereichen.

Falls der Kandidat der demokratischen Partei den Sieg erringt, würden Experten zufolge die Förderung des Multilateralismus und des Regionalismus Priorität erlangen. Er würde die Handelsliberalisierung auf die Tagesordnung bringen. Dafür interessieren sich südostasiatische Länder. 

USA wollen ihre Stellung in Südostasien bekräftigen

Falls Joe Biden den Sieg bei der bevorstehenden Wahl erringt, würde er Nachbeben angesichts der Trumps Strategie für den asiatisch-pazifischen Raum in den vergangenen vier Jahren begegnen. Seinerseits würde Trump nicht in der Lage sein, seine Strategie der vergangenen vier Jahren aufrechtzuerhalten. Auch Biden könnte nicht wiederholen, was er in seiner Amtszeit als Vize-Präsident unter der Obamas Regierung gemacht hat. Die USA sollten eine neue Außenpolitik entsprechend der aktuellen Situation gestalten.

Es ist egal, ob Biden oder Trump den Sieg erringt, die US-Regierung muss ihre Außenpolitik im nationalen Interessen ändern. Es ist sicher, dass Südostasien, das über eine strategische Stellung in Asien und über eine gute Anpassungsfähigkeit verfügt, weiterhin eine Priorität in der Außenpolitik der neuen US-Regierung hat.

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