(VOVworld) – Durch die Entwicklung der Gesellschaft wird der Raum für Kenntnisse und Kunst immer größer. Dem Volk Kunst nahe zu bringen und ein Forum zum Kunstaustausch zu bilden ist das Modell der Kunstklasse CUCA in Hanoi. CUCA ist eine unabhängige Plattform für Ausbildung, Forschung und Kunstübung.


Eine Klasse zum Kunstempfinden für Kinder. (Foto: dautu.vn)


Die Kunstklasse wird nicht an einem festen Platz, sondern in einem Kaffee oder an einem Treffpunkt in der Öffentlichkeit veranstaltet. Organisiert wird sie seit zwei Jahren von der Dozentin der Kunst-Hochschule Vietnam, Pham Dieu Huong in Hanoi. Der Wunsch, Kunst zu empfinden, hat in der Klasse Prioritäten gesetzt. Bui Thi Hanh, eine Teilnehmerin der Klasse sagt, die Klasse trage dazu bei, den Zuschauern die Kunst und die Künstler näher zu bringen.

“Früher kümmerte ich mich nicht um Künstler und ihre Werke. Ich beschäftigte mich nur mit Künstlern, deren Werke mir gefielen. Durch die CUCA-Klasse bin ich etwas sensibler für die Künstler geworden. Ich habe gelernt, wie schwierig es sein kann, ein Werk zur Welt zu bringen. Und das Werk hängt nicht nur vom Handwerklichen ab, sondern auch von der Idee.”

In den vergangenen Jahren hat CUCA viele Kurse für insgesamt 244 Teilnehmer und Teilnehmerinnen, davon 10 Ausländer, angeboten. Viele Künstler aus dem In- und Ausland haben in der Klasse unterrichtet. Die Klasse hat ferner ein Netzwerk der Teilnehmer in verschiedenen Bereichen von Kultur und Kunst, bis hin zu Ausbildung und Landwirtschaft. Pham Dieu Huong, die Leiterin des CUCA-Projektes dazu:

“Die Teilnehmer müssen Arbeiter sein. Sie müssen nicht nur allein, sonder in der Gruppe arbeiten und andere Menschen treffen, um Informationen auszutauschen. Am wichtigsten ist es, dass sie Beschied wissen, inwieweit die Kunst in der Welt von heute ist.”

Der Teilnehmer, Maler Nguyen Nhu Huy sagt, früher gehörten die Zuschauer der zeitgenössischen Kunst einer kleinen Gruppe an, die gut ausgebildet waren. Heute seien sie alle Menschen, die sich bereitwillig an Gesprächen mit Künstlern und Kritikern beteiligen.

“Ein gutes Werk ist nicht ein interessantes Werk. Es soll vielmehr ein Gesprächsangebot für Zuschauer schaffen. Ein intelligenter Zuschauer sollte bereit für ein Gespräch sein. Die Beteiligung der Zuschauer ist eine Voraussetzung für das Gespräch. Deshalb sollte die Ausbildung in der zeitgenössischen Kunst anders gesehen werden. Früher ging es um Kunstbildung um Geschichte oder wir lernten Lektionen über Kunst. Heute bedeutet Kunstbildung, kritische Gespräche zu schaffen.”

Die Plattform zur Bildung, Forschung und Kunstübungen von CUCA hat ein transparentes Umfeld für Kritik zwischen Zuschauern und Künstlern ins Leben gerufen. Die Klasse hat den Menschen geholfen, friedlich und selbstbewusst ihre Standpunkte und Initiativen über einen Autor oder ein Kunstwerk zum Ausdruck zu bringen.