Geschicklichkeit der Mong beim Reisanbau

(VOVworld) – Der Großteil der ethnischen Minderheit Mong lebt in den hohen Bergen Nordvietnams. Nutzpflanzen lassen sich dort durch die geografischen und klimatischen Bedingungen eigentlich sehr schwer anbauen, jedoch haben die Mong ihre eigene Technik für  Reis- und Maisanbau entwickelt. Durch die schönen Reisterrassen der Mong kann man ihre Geschicklichkeit in der Landwirtschaft erkennen.

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Die Reisterrassen in der Bergprovinz Lao Cai.



Die Mong haben zwei Methoden des Reis- und Maisanbaus, zum einen auf trockenem Feld und zum anderen der Nassreisanbau. In vielen Gegenden haben die Mong an den Berghängen große Treppen geschaffen, in denen sie Wasser einleiten, um Nassreis anzupflanzen. Diese nennt man Reisterrassen. Normalerweise liegen die Reisterrassen auf nicht zu hohen Berghänge. Sie können zwischen Hügeln liegen. Das Gefälle soll nicht zu groß sein. Wichtig dabei ist, es muss eine natürliche Wasserquelle geben. Dazu Giang My Ly, ein Mong in der Provinz Lao Cai:

„Wir Mong haben die Tradition, Reisterrassen anzulegen. Dabei gehen die Reisterrassen vom Fuß des Hügels zum Gipfel hinauf. Mit Hacken lockern und eben wir die Erde. Reisterrassen werden mit viel Erfahrung und Gefühl erbaut. Sie ist erst gut, wenn sie ebenmäßig ist und das Wasser darin zu einer Seite fließen kann. Die erste Terrasse ist besonders wichtig, weil sie den Grund legt, um die nächste anzulegen. Die Wassermenge in den verschiedenen Etagen muss gleich sein.“

Laut Ly ist es am wichtigsten, die Ebenen zu gestalten. Nur Erfahrene mit hoher Geschicklichkeit und Technik können dies machen. Eine Reisterrasse muss zwei Forderungen erfüllen, nämlich Ebene und Wasserquelle. Diese können von unten nach oben oder auch umgekehrt angelegt werden. Man wählt eine relativ ebene Fläche aus, um diese zur ersten Terrasse auszuarbeiten. Dabei benutze man nur sein Augenmaß, so Giang A Dinh in Lao Cai:

„Seitdem die Mong zur Schule gehen können, wurden die Anlegungen der Reisterrassen sehr vereinfacht. Früher war es schwierig und zeitaufwendig, eine Ebene zu bestimmen. Auf den Terrassen kann man Reis anpflanzen. Sie schaffen schöne und zugleich besondere Landschaften.“

Um so viele Reisterrassen bauen zu können, waren die Vorfahren der Mong sehr fleißig. Besucher in Yen Bai und Lao Cai können nur schwer glauben, dass die riesigen Reisterrassen dort ausschließlich mit einfachen Werkzeugen der Mong von Generation zu Generation erbaut wurden. Dazu Giang A Tru in der nordvietnamesischen Provinz Yen Bai:

„Die Mong sind sehr fleißig und pflanzen in topographisch schwierigen Gebieten. Deshalb ist ihr Leben noch hart. Die Mong arbeiten aus Erfahrungen. Auch wenn man bereits gute Terrassen gefertigt hat, muss man noch richtige Pflüge und Wasserbüffel auswählen. Denn diese müssen geeignet für das Gelände sein.“

Es ist schon schwierig, Reisterrassen zu besitzen, aber darauf effektiv anzupflanzen ist noch viel schwieriger. Mit den Erfahrungen vieler Generationen können die Mong weiterhin die Landwirtschaft auf schwierigem Gelände betreiben.

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