[VOVWORLD] - Con Chim, eine Vogelinsel in der Gemeinde Tuy Phuoc Dong in der Provinz Gia Lai ist derzeit einem Treffpunkt für Tausende seltener Silberklaffschnäbel, die in die Mangrovenwälder wandern, um Nahrung zu finden.
Die Vogelinsel an der Lagune von Thi Nai in der Gemeinde Tuy Phuoc Dong in der Provinz Gia Lai ist derzeit der Wohnort von Tausenden von Silberklaffschnäbel (auch bekannt als Schneckenstörche). Es ist eine seltene Vogelart, die im Roten Buch Vietnams aufgeführt ist.
Von oben aus bedeckt das Bild von Tausenden weißen und grauen Flügeln von Silberklaffschnäbel und anderen Vögeln eine Ecke der Thi Nai Lagune.
Der Silberklaffschnabel, wissenschaftlich bekannt als Anastomus oscitans, gehört zur Familie der Störche und lebt typischerweise in Mangrovenwäldern.
Der Silberklaffschnabel hat einen schlanken Körper, aber eine große und kräftige Flügelspannweite. Sein Gefieder ist überwiegend grauweiß, mit schwarzen Federn an Flügeln und Schwanz.
Der Silberklaffschnabel besitzt einen einzigartigen, langen, kräftigen, horngrauen Schnabel. Im geschlossenen Zustand entsteht zwischen den beiden Kiefern eine breite Lücke, die eine klammerartige Struktur bildet.
Die Lücke in seinem Schnabel ist eine wirkungsvolle „Waffe“, die es diesem Vogel ermöglicht, die Schalen von Weichtieren wie Schnecken, Austern, Krabben und Garnelen leicht zu greifen und zu knacken.
In Vietnam gilt der Silberklaffschnabel als extrem seltene und stark gefährdete Art.
In Vietnam ziehen Silberklaffschnäbel typischerweise in Feuchtgebiete und Reisfelder mit reichlich Nahrung, um ihr Überleben zu sichern.
Diese Vogelart lebt hauptsächlich in Südasien und Südostasien.
Die Vogelinsel liegt im Lagunensystem von Thi Nai, einer der größten Salzwasserlagunen Zentralvietnams. Sie ist reich an Wasserlebewesen, insbesondere an verschiedenen Schnecken- und Krebstierarten.
Laut Wissenschaftlern besitzen Silberklaffschnäbel ein außergewöhnliches Gedächtnis für ihre Zugrouten. Bietet ihnen ein Ort einen sicheren Lebensraum und Schutz, kehren sie im folgenden Jahr zurück.
Mehr als sechs Monate nach den verheerenden Schäden durch den historischen Taifun Nr. 13 haben die Menschen und die Behörden der Provinz Gia Lai zahlreiche Maßnahmen zur Wiederherstellung der Mangrovenwälder in der Lagune von Thi Nai umgesetzt. Das Auftreten von Silberklaffschnäbel ist ein erfreuliches Zeichen.
Zum Schutz dieser seltenen Vogelart verstärken Einheimischen und Behörden ständig die Patrouillen und die Überwachung.
Die Menschen auf der Vogelinsel leben in Harmonie, schützen und erhalten den Mangrovenwald und verbieten die Jagd und Ausrottung von Wildvögeln. Infolgedessen kommen immer mehr Zugvögel in dieses Gebiet.
Die Thi-Nai-Lagune erstreckt sich über eine Fläche von etwa 5.000 Hektar und umfasst die ökologische Vogelinsel mit einer Fläche von etwa 480 Hektar, die als die „grüne Oase“ von Gia Lai bekannt ist.