Die Sitzung wurde von Irland geleitet, das die rotierende Ratspräsidentschaft der Europäischen Union innehat.

Beobachtern zufolge wird dieses Treffen ein entscheidender Test für die Koordinierungsfähigkeit der EU bei der Bewältigung von Migrationskrisen sein. Das Treffen könnte auch dazu beitragen, die gemeinsamen Maßnahmen des Blocks in den Bereichen Grenzschutz, Rückführung von Migranten ohne Bleiberecht und verstärkte Zusammenarbeit mit Partnerländern in Nordafrika zu gestalten. Zuvor hatte der spanische Premierminister, Pedro Sánchez, die europäischen Verbündeten dazu aufgerufen, substanzielle Solidarität zu zeigen. Er wies gleichzeitig die Kritik zurück, dass Madrid die Krise ineffektiv bewältigt habe.

Vorläufige Statistiken deuten darauf hin, dass die Migrationskrise in Ceuta das Leben von 90 Menschen gekostet hat. Die zuständigen Behörden in Spanien und Marokko setzen derzeit die Such- und Rettungsmaßnahmen fort.