Davon konnte Vietnam profitieren. Dies sagte der Generaldirektor der Mekong Partners GmbH, Mickaël Driol, in einem Interview mit Frankreichs führender Wirtschafts- und Finanznachrichtensender BFM Business.

In den ersten Fünf Monaten dieses Jahres habe Vietnam etwa 25 Milliarden US-Dollar von registrierten ausländischen Direktinvestitionen angezogen. Ungefähr zehn Milliarden US-Dollar davon wurden ausgezahlt. Diese Zahl habe nicht nur die Investitionsverpflichtungen auf Papiere widerspiegelt. Sie wurde bereits in konkrete Projekte realisiert, von dem Bau von Fabriken, der Montage von Produktionsketten bis hin zu Einstellung von Arbeitsnehmern und Errichtung von Netzwerk der Lieferanten.

Die vietnamesischen Vorteile liegen nicht nur in konkurrenzfähigen Arbeitskosten, sondern auch in der politischen Stabilität und in den gut ausgebildeten jungen Arbeitskräften. Dazu zählen auch die tiefgreifende Eingliederung in die Weltwirtschaft und die Kompetenz zur Vernetzung mit großen Märkten wie den USA, der Europäischen Union, Japan und Südkorea. Vietnam habe bislang eine feste Position in den Bereichen Elektronik, Ersatzteile, Hightech-Montage und Industrieausrüstung befestigt, fügte Mickaël Driol hinzu.