Diese ist der höchste Spruchkörper des Kassationshofs. Die Entscheidung folgte auf eine Anhörung am 16. Juni zu Ngas Revision.
In früheren Urteilen wiesen das Gericht von Evry im Jahr 2021 und das Pariser Berufungsgericht im Jahr 2024 die Klage von Tran To Nga ab – mit der Begründung, dass den beklagten Unternehmen Gerichtsimmunität zustehe, da sie während des Vietnamkriegs im Auftrag der US-Regierung gehandelt hätten.
Bei der Anhörung plädierte ein Vertreter der Generalstaatsanwaltschaft beim Kassationshof dafür, das Urteil des Pariser Berufungsgerichts aufzuheben, um dem Gericht die Prüfung der Klage von Tran To Nga zu ermöglichen. Dem Vertreter zufolge hätten die Unternehmen nicht im Namen des US-Staates gehandelt, sondern lediglich im Interesse ihres Auftraggebers, weshalb ihnen nicht automatisch Gerichtsimmunität zustehe.
Ein Anwalt von Tran To Nga ist der Meinung, dass die Verweisung an die Plenarversammlung bedeutet, dass sich das Verfahren um weitere sechs bis zwölf Monate verlängern wird.
