Pham Gia Tuc betonte, dass Menschlichkeit und Nachsicht gegenüber Straftätern eine gute Tradition Vietnams seien. Das vietnamesische Recht gehe streng gegen Organisatoren, Wiederholungstäter und schwere Straftäter vor, zeige jedoch Milde gegenüber reuigen Straftätern, die ihre Fehler eingestehen und sich bessern wollen.

Seit Inkrafttreten des Begnadigungsgesetzes im Jahr 2009 wurden in Vietnam zwölf Begnadigungsrunden für insgesamt rund 118.000 Personen durchgeführt. Die meisten Begnadigten hätten sich erfolgreich wieder in die Gesellschaft integriert, die Rückfallquote sei relativ niedrig.

Der Vizepremierminister forderte die Mitglieder des Beratungsrates auf, jeden Fall transparent, sorgfältig und gesetzeskonform zu prüfen. Grundlage seien die Vorgaben des Begnadigungsgesetzes sowie die Entscheidung des Staatspräsidenten.

Die aktuelle Begnadigungsrunde erfolgt anlässlich des 51. Jahrestages der Befreiung Südvietnams und der Wiedervereinigung des Landes sowie im Zusammenhang mit dem 14. Parteitag und den Parlamentswahlen 2026.