Darin nannte er fünf Prinzipien für die multilaterale Weltraum-Governance:
„Erstens muss der Weltraum für friedliche Zwecke bewahrt werden – durch Dialog, Vertrauensbildung, die Prävention von Konflikten und Wettrüsten sowie den Verzicht auf die Androhung oder Anwendung von Gewalt. Zweitens müssen der Mensch und die Entwicklung auf der Erde im Mittelpunkt stehen. Drittens müssen die Vereinten Nationen und der UN-Ausschuss für die friedliche Nutzung des Weltraums (COPUOS) in das Zentrum der multilateralen Weltraum-Governance gerückt werden, und die Rolle der Internationalen Fernmeldeunion muss gestärkt werden. Viertens müssen die beteiligten Staaten gleichberechtigt von den Errungenschaften in der Technologie-Forschung profitieren. Fünftens muss der Weltraum verantwortungsbewusst, transparent und nachhaltig genutzt werden.“
Zudem brachte To Lam eine Initiative ein. Demnach soll Vietnam gemeinsam mit Frankreich, der UNO, der südostasiatischen Staatengruppe (ASEAN) und Forschungspartnern das Netzwerk „Weltraum für Entwicklung und Resilienz“ gründen. Dieses zielt darauf ab, Weltraumdaten für Entwicklungszwecke auszutauschen und zu nutzen, die Kapazitäten zur Gewährleistung eines sicheren und nachhaltigen Weltraums zu verbessern sowie Forschung, Ausbildung, Unternehmen und Investoren miteinander zu vernetzen, um die Weltraumwirtschaft voranzutreiben. Das Netzwerk könnte sich zunächst auf den südostasiatischen Raum konzentrieren, wobei Vietnam bereitsteht, als regionaler Knotenpunkt zu fungieren.
