Vietnam verfügt nach Angaben des Ministeriums über mehr als 40.000 Kulturstätten, fast 70.000 immaterielle Kulturerbestätten, 37 UNESCO-Kulturerbestätten und 177 Museen mit mehr als 4 Millionen Dokumenten und Objekten.

To Lam forderte, die nationalen Sammlungen weiter auszubauen und auch wertvolle historische Objekte aus dem Ausland nach Vietnam zurückzuführen. Zugleich müssten Lücken bei der Bewahrung der Geschichte der vergangenen mehr als 80 Jahre, insbesondere der gesellschaftlichen Entwicklung, geschlossen werden.

Er forderte einen Wechsel von der passiven Bewahrung zur aktiven Gestaltung des künftigen Erbes.

„Ich schlage vor, dass das Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus noch 2026 gemeinsam mit den zuständigen Ministerien Kriterien und Verfahren entwickelt, um das Erbepotenzial besonders bedeutender Bauwerke und Produkte bereits in der Planungs- und Investitionsphase zu bewerten, einschließlich privater Projekte. Für Bauwerke mit besonderem Potenzial könnte bereits beim Baubeginn eine Erinnerungsakte angelegt werden, die Planung, Bau, Betrieb und wichtige Ereignisse dokumentiert. Das ist der Schritt von der passiven Bewahrung zur aktiven Gestaltung des nationalen Gedächtnisses. Jede Generation soll nicht nur das Erbe der Vergangenheit bewahren, sondern auch Werte schaffen, die über Jahrhunderte oder Jahrtausende zum Erbe des Landes werden können.“