Dies wurde am Donnerstag auf der Welthandels- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen (UNCTAD) bekanntgegeben. Vor der Presse im schweizerischen Genf erklärte der kommissarische Generalsekretär der UNCTAD, Pedro Manuel Moreno, der wirtschaftliche Kollaps in Gaza sei die schwerste Wirtschaftskrise der Welt. Er habe Jahrzehnte der Entwicklung zunichtegemacht und die Bevölkerung in eine tiefe existenzielle Notlage gestürzt. Laut der UNCTAD wurden 92 Prozent der wirtschaftlichen Infrastruktur im Gazastreifen beschädigt oder zerstört. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf pro Tag im Gazastreifen belaufe sich auf 58 Dollar-Cent. Gleichzeitig seien die Preise im Vergleich zum Jahr 2022 um drastische 274 Prozent in die Höhe geschossen.

Der Bericht der UNCTAD macht zudem deutlich, dass der Konflikt Hunderttausende Arbeitsplätze vernichtet hat. Inzwischen sind mehr als 90 Prozent der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter im Gazastreifen arbeitslos.