Le Minh Hung bekräftigte die Bedeutung der strategischen Partnerschaft zwischen Vietnam und Deutschland und sprach sich für eine engere Zusammenarbeit und einen verstärkten Austausch auf allen Ebenen aus.
In den Bereichen Wirtschaft, Handel und Investitionen schlug Le Minh Hung neue Impulse vor, um das bilaterale Handelsvolumen bald auf 20 Milliarden US-Dollar zu steigern. Deutsche Unternehmen sollten ihre Investitionen unter anderem in Maschinenbau, Automobilindustrie, Gesundheitswesen und Energiewende ausbauen. Auch die Verbindungen zwischen den Finanz- und Aktienmärkten beider Länder sollten gestärkt werden.
Der vietnamesische Premierminister begrüßte zudem die deutsche Ratifizierung des EU-Vietnam-Investitionsschutzabkommens EVIPA und bat Deutschland, sich für eine rasche Ratifizierung durch die übrigen EU-Mitgliedstaaten einzusetzen. Zugleich solle Deutschland die Aufhebung der „gelben Karte“ der EU gegen vietnamesische Fischereierzeugnisse unterstützen. In den Bereichen Verteidigung, Sicherheit und Arbeitskräfte schlug Vietnam unter anderem eine engere Zusammenarbeit bei UN-Friedensmissionen sowie die Ausweitung der beruflichen Ausbildung nach deutschen Standards in Vietnam vor.
Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnete die Beziehungen als sehr gut und sah großes Potenzial für eine weitere Aufwertung. Deutschland wolle die Zusammenarbeit mit Vietnam in Verkehr, Logistik, Luftverkehr, grüner Transformation und Klimaschutz verstärken. Wissenschaft, Technologie und Innovation sollten künftig eine wichtige Säule der bilateralen Beziehungen bilden, unter anderem durch gemeinsame Forschungsprojekte und die Ausbildung von Fachkräften in strategischen Technologiebereichen.
