Dies sagte EU-Ratspräsident António Costa bei einem Gespräch mit KPV-Generalsekretär und Staatspräsident To Lam am Donnerstag in Brüssel. Costa ist davon überzeugt, dass beide Seiten das politische Vertrauen und herausragende Ergebnisse der bilateralen Zusammenarbeit entfalten werden, um die umfassende strategische Partnerschaft zu vertiefen und beiden Seiten realistische Interessen zu bringen.
To Lam betonte, dass Vietnam die EU als einen seiner bevorzugten Partner mit vielfältigen Interessen und langfristigem Kooperationspotenzial betrachte. Er brachte den Wunsch zum Ausdruck, diese Zusagen in konkrete Ergebnisse und praktische Kooperationsprojekte umzusetzen, die der Entwicklung und der Verbesserung des Lebensstandards der Menschen auf beiden Seiten dienen. Der vietnamesische Partei- und Staatschef schlug vor, dass beide Seiten weiterhin effektiv die Potenziale und Vorteile des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Vietnam (EVFTA) nutzen. Zudem sollten beide Seiten gemeinsam vorhandene Probleme lösen. Dazu zählten unter anderem eine Aufhebung der gelben Karte gegen vietnamesische Fischereierzeugnisse und die Ratifizierung des Investitionsschutzabkommens zwischen der EU und Vietnam (EVIPA).
Beide Seiten waren sich einig, dass Vietnam und die EU angesichts der komplexen Entwicklungen in der Region und der Welt den Dialog, die Kontakte und den Austausch auf allen Ebenen, insbesondere auf höchster Ebene, verstärken müssen. Es wurde zudem vereinbart, die Kooperation in der Meereswirtschaft zur weiteren Säule der bilateralen Beziehungen zu entwickeln.
Am selben Tag besuchte To Lam den Hafen von Antwerpen, den größten Hafen Belgiens. Aus diesem Anlass wohnte er der Unterzeichnung einer Vereinbarung über einen umfassenden Kooperationsrahmen zwischen der Vietnam Maritime Corporation (VIMC) und dem Hafen von Antwerpen bei. Diese schafft die Grundlage für die Förderung der Zusammenarbeit im See-, Hafen- und Logistiksektor und stärkt zugleich die Handelsverbindungen zwischen Vietnam, Belgien und Europa.
