In ihrem Bericht hat die Wirtschaftsagentur des französischen Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen bestätigt, dass Vietnam trotz der Rezession des Welthandels, anhaltender geopolitischer Konflikte und Herausforderungen gegenüber den Lieferketten seine Widerstandsfähigkeit gefestigt und ein starkes Wachstumstempo aufrechterhalten hat. Laut dem Bericht hat Vietnam eine makroökonomische Stabilität beibehalten, die Inflation bei rund 3,3 Prozent eingedämmt und die Staatsverschuldung niedrig gehalten.
Nach Einschätzung der französischen Wirtschaftsagentur ist Vietnam derzeit eine der dynamischsten Volkswirtschaften in Asien. Dank der politischen Stabilität, der strategischen Position in der globalen Wertschöpfungskette und der Anpassungsfähigkeit an die Instabilität der Weltwirtschaft habe Vietnam weiterhin die ausländischen Direktinvestitionen stark an sich gezogen.
Die französische Wirtschaftsagentur achtet besonders auf die neue Entwicklungsstrategie Vietnams. Das vietnamesische Politbüro habe vier Beschlüsse zur Orientierung wirtschaftlicher Entwicklung erlassen. Ziel sei es, Vietnam bis 2045 zu einem Industrieland mit hohem Einkommen zu entwickeln. Um dieses Ziel zu verwirklichen, strebe das Land langfristig nach einer jährlichen Wachstumsrate von mindestens 10 Prozent und setze ein umfangsreiches Infrastrukturinvestitionsprogramm mit einem Gesamtkapital von rund 570 Milliarden US-Dollar um.
