Die Frage ist heute nicht mehr, wie Auslandsvietnamesen noch mehr beitragen können, sondern wie diejenigen, die dazu bereit und in der Lage sind, den richtigen Einsatzbereich und geeignete Rahmenbedingungen finden. Der Beschluss Nr. 23 des Politbüros schafft dafür wichtige Voraussetzungen und ermöglicht eine direkte und wirksame Beteiligung.
Positive Resonanz der Auslandsvietnamesen
Mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Beschluss Nr. 36 zur Arbeit mit Auslandsvietnamesen stößt der neue Beschluss Nr. 23 weltweit auf großes Interesse. Tran Phu Thuan, Vizevorsitzender und Generalsekretär der Union der vietnamesischen Verbände in Russland, sagt:
„Der Beschluss Nr. 23 bringt wichtige Veränderungen. Entscheidend ist die neue Bewertung der Stellung und der Ressourcen der Auslandsvietnamesen: Aus wichtigen Ressourcen werden strategisch wichtige Ressourcen. Früher definierten wir Auslandsvietnamesen als einen untrennbaren Teil der Nation. Nun werden Auslandsvietnamesen ausdrücklich als eine äußerst wichtige Ressource für die Entwicklung des Landes betrachtet.“
Damit soll das Potenzial der Auslandsvietnamesen umfassender genutzt werden – nicht nur Kapital, sondern auch Fachwissen, Managementerfahrung und internationale Netzwerke. Tran Huy Hoang, Vorsitzender des Verbands für globale vietnamesisch-französische Vernetzung (GCVF), setzt angesichts des Staatsbesuchs von KPV-Generalsekretär und Staatspräsident To Lam in Frankreich auf konkrete Kooperationen:
„Entscheidend ist, strategische Vereinbarungen in konkrete Kooperationsprogramme umzusetzen, die den Menschen und Unternehmen beider Länder zugutekommen. Frankreich verfügt besonders in Wissenschaft und Technologie, Innovation, Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte, grüner Transformation, Energie und Finanzen über große Stärken. Diese entsprechen den Anforderungen zur Entwicklung Vietnams.“
Der Arzt Vo Toan Trung, Leiter der Rehabilitationsabteilung des Bullion-Krankenhauses in Frankreich, betont:
„Viele vietnamesische Wissenschaftler und Technologieexperten leben und arbeiten in Frankreich. Die Beziehungen zwischen Vietnam und Frankreich bieten gute Möglichkeiten, dieses Potenzial etwa durch Ausbildungskooperationen und gemeinsame wissenschaftlich-technologische Projekte zu nutzen.“
Brücke zwischen Vietnam und der Welt
Auslandsvietnamesen können zunehmend als Brücke zwischen Vietnam und der Welt wirken. Bei ihren Auslandsreisen treffen sich die Spitzenpolitiker Vietnams regelmäßig mit Auslandsvietnamesen. Dabei wird betont, dass sie nicht nur ein untrennbarer Teil der vietnamesischen Nation, sondern auch wichtige Entwicklungsressourcen sind – insbesondere durch Wissen, Technologie, Managementerfahrung und internationale Netzwerke.
Diese Botschaft findet zunehmend positive Resonanz. Ngo Thi Bich Ngoc, eine Vietnamesin in den Niederlanden, und Ly Hoang Duy, Generaldirektor der 4Ways Group in Australien, erklären:
„Hinter jedem Auslandsvietnamesen steht ein Netzwerk von Wissen und Ressourcen, das mit Vietnam verbunden werden kann und zur Entwicklung von Bildung, Wissenschaft, Technologie und Wirtschaft beiträgt. Vietnam öffnet sich zunehmend, und Auslandsvietnamesen möchten gemeinsam mit dem Land vorankommen.“
„Die gesetzlichen Regelungen und Fördermechanismen für Unternehmen werden zunehmend klarer und erleichtern Investitionen der Auslandsvietnamesen in Vietnam. Ich bin bereit, weitere ausländische Partner und Unternehmen zu vernetzen, damit sie langfristig in Vietnam investieren und gemeinsam mit der Heimat wachsen.“
Immer mehr vietnamesische Fachleute, Wissenschaftler und Unternehmer kehren mit Wissen, Technologie, Erfahrung und internationalen Kontakten nach Vietnam zurück. Besonders junge Auslandsvietnamesen werden zu wichtigen Knotenpunkten, die Vietnam mit globalem Wissen, Technologie, Märkten und Chancen verbinden.
