Zahlreiche wichtige Maßnahmen werden derzeit umgesetzt, um die Frage im Wohnraum zu lösen. Dazu zählen unter anderem die Anweisung Nr. 34 des Partei-Sekretariats zur Stärkung der Führung der Partei bei der Entwicklung des sozialen Wohnungsbaus unter den neuen Gegebenheiten und das Projekt zum Bau von mindestens einer Million Sozialwohnungen für Geringverdiener und Arbeiter in Industriezonen im Zeitraum 2021-2030.

Vom Wohneigentum zum Zugang zu Wohnraum

Bislang hat das Projekt zum Bau von mindestens einer Million Sozialwohnungen etwa 72,5 Prozent des geplanten Ziels erreicht. Das Bauministerium prognostiziert jedoch, dass die Nachfrage nach Mietwohnungen in den nächsten fünf Jahren bei mehr als 71.000 Wohnungen liegt. Unterdessen stehen landesweit derzeit nur rund 42.000 Sozialwohnungen zur Miete zur Verfügung.

Vor diesem Hintergrund gilt es nicht nur, den quantitativen Bedarf zu decken, sondern auch die Rolle der Wohnungspolitik bei der sozioökonomischen Entwicklung wieder zu bestimmen. Die entsprechenden politischen Maßnahmen zielen nicht nur darauf ab, den Wohnraumbedarf der Bevölkerung zu decken, sondern auch dazu beizutragen, die Sozialfürsorge zu sichern und die Siedlungsqualität zu verbessern. Dazu KPV-Generalsekretär und Staatspräsident To Lam:

„Die Wohnungspolitik der neuen Phase muss mit einer neuen Denkweise und einer neuen Vision gestaltet werden, um sicherzustellen, dass jeder eine Unterkunft hat. Das ist eine wichtiges Ziel. Ein Zuhause ist zum Wohnen, nicht für geschäftliche Zwecke oder zur Vermögensbildung. Eine strenge Kontrolle der Begünstigten der Wohnungspolitik und der Mechanismen für Wohnungskauf und -verkauft ist erforderlich. Es ist unerlässlich zu verhindern, dass Wohnraum zu einem Spekulationsobjekt wird, und zu unterbinden, dass die Wohnungspolitik zur Profitmacherei missbraucht wird.“

Wohnraum ist nicht nur ein Wohnort für einzelne Familien, sondern auch ein wesentlicher Bestandteil der städtischen Struktur, der sozialen Sicherheit, der städtischen Sicherheit und des Immobilienmarktes. Das Ziel besteht nicht nur darin, die Anzahl der Wohnungen zu erhöhen, sondern auch sicherzustellen, dass die Bewohner Zugang zu Wohnmöglichkeiten haben, die ihren Bedürfnissen und finanziellen Möglichkeiten entsprechen. Premierminister Le Minh Hung betont:

„Wir müssen unsere Denkweise vom Wohneigentum hin zum Recht auf Wohnen verlagern. Wer nicht über die finanziellen Mittel für Wohneigentum verfügt, kann auf preiswerte, langfristige Mietoptionen zurückgreifen. Parallel dazu entwickeln wir weiterhin gewerbliche Wohnprojekte. In naher Zukunft wird das Bauministerium das Wohnungsgesetz prüfen und ändern müssen. Das Gesetz wird den Begriff „Sozialwohnungen“ nicht mehr verwenden. Stattdessen wird es kommerziellen Wohnraum zum Verkauf, Wohnraum für bedüftige Menschen, Dienstwohnungen und Mietwohnungen geben.“

Mietwohnungsbau – eine neue Säule der Wohnungspolitik

Der Mietwohnungsbau wird nun als wesentlicher Bestandteil des künftigen Wohnungssystems identifiziert. KPV-Generalsekretär und Staatspräsident To Lam weiter:

„Bis 2030 wird kommerziellen Wohnraum zum Verkauf weiterhin benötigt. Die Mietwohnungen müssen jedoch als strategische Säule betrachtet werden, insbesondere in großen Städten, in Industriezonen sowie in Regionen, in denen die Immobilienpreise das lokale Einkommensniveau bei Weitem übersteigen. Es ist erforderlich, die Produktstruktur neu auszubalancieren und günstige Rahmenbedingungen für Investoren bei Mietwohnungsbau zu schaffen.“

Hanoi gehört zu den Kommunen, die bei der Umsetzung politischer Vorgaben in die Praxis eine Vorreiterrolle spielen. Vor ein paar Tagen startete die Stadt den Bau von sieben Projekten mit insgesamt rund 6.300 Wohnungen. Mehr als 1.000 davon sind als Mietwohnungen vorgesehen. Der Vorsitzende des Volkskomitee der Stadt Hanoi, Vu Dai Thang, sagt:

„Das Ziel der Stadt ist es, schrittweise einen professionellen, qualitativ hochwertigen und preislich angemessenen Mietwohnungsmarkt zu etablieren. Dies trägt zum Aufbau eines gesunden und nachhaltigen Immobilienmarktes bei, der im Einklang mit internationalen Entwicklungstrends steht. Künftig werden Mietwohngebiete integriert mit Stadtbahnlinien sowie Zentren für Beschäftigung, Bildung, Gesundheitsversorgung sowie öffentliche Dienstleistungen geplant, um für die Bewohner moderne, zivilisierte und komfortable städtische Wohnviertel zu schaffen.“

Die neuen Veränderungen in der vietnamesischen Wohnungspolitik zeigen, dass das Land die notwendigen Grundlagen für einen nachhaltigeren Urbanisierungsprozess schafft und gleichzeitig die Möglichkeiten für die Bürger erweitert, einen stabilen Wohnraum zu haben.